Mittwoch, 20.11.2013
Das richtige Liquiditätsmanagment kann große Wettbewerbsvorteile schaffen.

American Express

Das richtige Liquiditätsmanagment kann große Wettbewerbsvorteile schaffen.

Finanzierung
Liquiditätsmanagement im Mittelstand

Weg zu mehr Liquidität

Zahlungsströme richtig koordinieren, kann Finanzierungskosten senken. Im Interview erzählt Wolfgang Butenschön, Director Business Cards bei American Express Deutschland, wie Mittelständler mit dem richtigen Liquiditätsmanagement zu mehr Liquidität kommen.


Markt und Mittelstand:
Liquiditätsmanagement ist in der Finanzabteilung von Konzernen seit langem eine strategische Aufgabe, um den Unternehmenserfolg zu sichern und finanzielle Engpässe zu verhindern. Wie ist die Situation im Mittelstand?

Wofgang Butenschön
: Laut aktuellem Mittelstandsbarometer von KfW und ifo blickt der Mittelstand optimistisch in die Zukunft. Das Geschäftsklima klettert auf den höchsten Wert seit sieben Monaten. Der Mittelstand ist also gut aufgestellt, aber der Erfolg liegt erheblich im Liquiditätsmanagement. Um fit für die Zukunft zu bleiben, muss ich als Unternehmer wissen, wo mein Liquiditätsbedarf steht und wie ich Investitionen tätigen kann, ohne dass es meine Konkurrenz mitbekommt.

Wolfgang Butenschön ist Director für den Bereich Business Cards bei American Express Deutschland.

Wolfgang Butenschön ist Director für den Bereich Business Cards bei American Express Deutschland.

MuM: Wie kann der Mittelstand Liquiditätsmanagement nutzen?

Butenschön:
Eine Möglichkeit sind ergänzende Finanzierungslösungen wie beispielsweise über Business Cards.Diese tauchen nicht in den Büchern auf. Solche Karten sind im Prinzip Kreditkarten, haben aber längere Laufzeiten von bis zu 58 Tagen, wie in unserem Fall. Das verlängerte Zahlungsziel gewährleistet damit zusätzliche Liquidität.

MuM:
Was sind die Konditionen solcher Business Cards?

Butenschön:
Bei der Business Card von American Express verschaffen wir in Rücksprache mit der Hausbank ergänzende Liquidität ohne Zinsen. Unternehmen zahlen also  eine feste Jahresgebühr und können ihre Karte  im Monat mit bis zu 500.000 Euro belasten, die es im günstigsten Falle erst nach 58 Tagen zu begleichen gilt. Der Lieferant bekommt die Summe innerhalb von fünf Tagen.

MuM: Für welche Unternehmen ist eine solche Karte eine sinnvolle Ergänzung in der Unternehmensfinanzierung?

Butenschön: Das Spektrum ist weit gefächert. Häufig wird damit der Einkauf klassischer und immer wiederkehrender Bedarfsgüter bezahlt, wie etwa Büroausstattung oder IT-Equipment. Aber auch für den Einkauf für Kraftstoffkosten oder Mautgebühren in der Logistikbranche eignet sich eine solche Karte gut, zumal man auch bis zu neun zusätzliche Karten z.B. für Mitarbeiter beantragen kann.

MuM: Kann jedes Unternehmen eine solche Karte beantragen oder gibt es Auswahlkriterien?

Butenschön
: Wir sprechen zunächst mit der Hausbank ab, ob und in welcher Höhe ein Verfügungsrahmen gewährt wird und holen uns natürlich Informationen über den Kunden ein. Außerdem sollte  das Unternehmen schon mindestens zwölf Monate Bestand haben.