Mittwoch, 05.10.2016
Mittelständler ignorieren die Zins-Realität und erwarten bei der Geldanlage zu hohe Zinsen, das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Commerzbank und der Fachhochschule für Mittelstand.

Fotoquelle: BsWei/Thinkstock/Getty Images

Mittelständler ignorieren die Zins-Realität und erwarten bei der Geldanlage zu hohe Zinsen, das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Commerzbank und der Fachhochschule für Mittelstand.

Finanzierung
Studie zum Finanzanlageverhalten

Zu hohe Zinserwartung im Mittelstand

Der Mittelstand will mit seinen Finanzanlagen trotz des Niedrigzinsumfelds eine hohe Rendite erzielen. Wie sie die erreichen wollen, zeigt eine aktuelle Studie der Commerzbank und der Fachhochschule des Mittelstands.

Der deutsche Mittelstand ist bei der Geldanlage zu optimistisch. Ganze 3 Prozent erwarten die Unternehmen als Mindestverzinsung auf ihre Finanzanlagen. Der Wert ist im Vergleich zum Vorjahr (2,4 Prozent) sogar noch einmal angestiegen, obwohl das Zinsumfeld weiter gesunken ist. Das hat eine aktuelle Studie der Commerzbank in Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstands ergeben. Im Rahmen der Studie wurden etwa 150 mittelständische Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 5 und 50 Millionen Euro zu ihrem Finanzanlageverhalten befragt.

Jeder 3. auf Strafzinsen angesprochen

In einem so niedrigen Zinsumfeld sind 3 Prozent Verzinsung ein ambitioniertes Ziel. Vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass das Zinsumfeld im kurzfristigen Bereich mittlerweile in den negativen Bereich gerutscht ist. 37 Prozent der befragten Mittelständler gaben an, dass sie von Banken bereits auf das Thema Strafzinsen angesprochen werden.

Da bleibt also nur die langfristige Geldanlage, um die hoch gesteckten Ziele zu erreichen. Wie Mittelständler in dem Bereich vorgehen, und welches Problem sie derzeit noch unterschätzen, lesen Sie bei unserer Schwesterpublikation FINANCE.