Donnerstag, 15.01.2015
Darf‘s ein bisschen mehr sein? Banken in Frankfurt etwa zahlen ihren Mitarbeitern deutlich mehr als andere Branchen in anderen Bundesländern.

denphumi/istock/Getty Images

Darf‘s ein bisschen mehr sein? Banken in Frankfurt etwa zahlen ihren Mitarbeitern deutlich mehr als andere Branchen in anderen Bundesländern.

Gehalt
Gehaltsreport 2015

Gehaltsreport: Wo verdient wer wieviel?

Gute Vorsätze für 2015: Fast die Hälfte von Deutschlands Führungskräften plant im neuen Jahr einen Jobwechsel mit dem Ziel, ein höheres Gehalt zu bekommen. Doch wohin lohnt sich ein Wechsel? Der StepStone Gehaltsreport 2015 gibt Auskunft darüber, welche Gehälter gezahlt werden.

52.000 Euro beträgt das durchschnittliche Bruttojahresgehalt inclusive variabler Bestandteile. Dies hat die StepStone-Befragung von 50.000 vollzeitbeschäftigten Fach- und Führungskräften im Jahr 2014 ergeben. So eingeschränkt die Aussagekraft dieses Durchschnittswerts über alle Studienabschlüsse, Regionen, Berufsgruppen und Branchen auch sein mag, Teilergebnisse der Befragung können durchaus Orientierung geben, wenn es um die Optimierung des Gehalts geht.

Studienabschluss gibt Bandbreite vor

Das höchste Gehalt erzielt in Deutschland, wer Medizin oder Zahnmedizin studiert hat. Im Durchschnitt sind es knapp 64.000 Euro (Bruttojahresgehalt incl. variabler Bestandteile). Dicht dahinter folgen Ingenieure mit 61.041 Euro und Wirtschaftsinformatiker mit 60.929 Euro. Das durchschnittliche Jahresgehalt der Wirtschaftsingenieure liegt bei 60.790 Euro, Absolventen der Rechtswissenschaft erhalten 60.303 Euro. Am unteren Ende liegen die Fachbereiche Design (40.346 Euro), Erziehungswissenschaften und Sozialpädagogik (40.683 Euro) sowie die Geschichts- und Kulturwissenschaften (42.618 Euro). Ein akademischer Abschluss bringt 35 Prozent mehr, nach einer Promotion liegt sich das Gehalt nochmal um durchschnittlich 16 Prozent höher.

Großes regionales Gefälle

In Hessen verdienen Führungskräfte am besten.

In Hessen verdienen Führungskräfte am besten.

Das regionale Gefälle ist beträchtlich: Die Berufsgruppe Finance und Controlling erzielt im Durchschnitt 61.462 Euro in Hessen, in Brandenburg aber nur 37.652 Euro. Für Ingenieure und technische Berufe etwa liegt die Spanne zwischen rund 42.600 Euro in Mecklenburg-Vorpommern und 60.000 Euro im Saarland.
Über alle Berufsgruppen betrachtet liegen die Bundesländer Hessen, Bayern, Baden-Württemberg mit Durchschnittsgehältern von 53.000-56.000 Euro vorne. Im oberen Mittelfeld (49.000-53.000 Euro) rangieren NRW, Rheinland-Pfalz, Hamburg und das Saarland, dahinter mit 43.000-49.000 Euro Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Berlin. Das Schlusslicht sind die neuen Bundesländer mit 38.000-43.000 Euro.

Einen Unterschied macht auch, in welcher Branche man tätig ist. Die Top-Branchen sind Banken (62.421 Euro), Pharma (59.991 Euro), gefolgt von Automotive (59.727 Euro), Telekommunikation (59.149 Euro), Chemie (59.087 Euro). Am unteren Ende rangieren der Bereich Hotel & Gastronomie (34.175 Euro), das Handwerk (34.970 Euro), der Sektor Bildung & Training (39.078 Euro) und Freizeit & Touristik ebenfalls knapp unter 40.000 Euro. Für einen Juristen schlägt sich also durchaus auf dem Gehaltszettel nieder, ob er bei einer Bank oder in einem Bildungswerk arbeitet. Schließlich sollte man auch die Größe des Unternehmens im Blick haben. Denn große Unternehmen zahlen 10 Prozent mehr als solche mit weniger als 1.000 Mitarbeitern.