Donnerstag, 20.12.2018
Stimmt die Chemie? In zahlreichen Branchen werden 2019 neue Tarifverträge verhandelt

Foto: RGtimeline/iStock/Getty Images

Stimmt die Chemie? In zahlreichen Branchen werden 2019 neue Tarifverträge verhandelt

Gehalt
Tarifverhandlungen im kommenden Jahr

Lohnerhöhungen: Termine für die Tarifrunde 2019

Das Tarifjahr 2019 wirft seinen Schatten voraus: Für knapp 7,5 Millionen Beschäftigte werden im kommenden Jahr neue Tarifverträge verhandelt. Unser Überblick über die Termine in den mittelstandsrelevanten Branchen.

Das Tarifjahr 2018 ist vorbei, für knapp 10 Millionen Beschäftigte liefen die Vereinbarungen aus. Die Verhandlungen neuer Vergütungsregeln waren mal leichter, mal schwieriger, Massenstreiks wie in manch anderen Ländern blieben in Deutschland aber auch in diesem Jahr aus.

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2019 laufen wieder über das gesamte Jahr verteilt zahlreiche Tarifverträge aus. Wann in welchem Bereich verhandelt wird, zeigt der tarifliche Kündigungsterminkalender, den das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht hat. Insgesamt verhandeln die an den DGB angeschlossenen Gewerkschaften 2019 für 7,3 Millionen Beschäftigte – etwa als ein Drittel von ihnen im Handel. Aber auch in zahlreichen Industriebranchen müssen neue Vereinbarungen her.

In unserer Übersicht finden Sie die für den Mittelstand relevanten Termine für das Jahr 2019, alle weiteren Termine finden Sie direkt bei der Hans-Böckler-Stiftung.

Die Kündigungstermine der Tarifverträge 2019

Januar:

  • Textilindustrie in ganz Deutschland (46.200 Betroffene)

Februar:

  • Bekleidungsindustrie in Westdeutschland (30.200 Betroffene)
  • Papier erzeugende Industrie in ganz Deutschland (39.000 Betroffene)

Mai:

  • Kfz-Gewerbe in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern (281.500 Betroffene)

Juli:

  • Kunststoff verarbeitende Industrie in Baden-Württemberg (59.200 Betroffene)

September:

  • Holz- und Kunststoff verarbeitende Industrie in Niedersachsen, Bremen, Westfalen-Lippe, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen (180.600 Betroffene) 
  • Kfz-Gewerbe im Rheinland und Rheinhessen (12.400 Betroffene)

Oktober:

  • Chemische Industrie am Nordrhein, in Hessen und in Rheinland-Pfalz (268.000 Betroffene)

November:

  • Chemische Industrie in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-West (284.800 Betroffene)

Dezember:

  • Zeitarbeit (BAP und iGZ) in ganz Deutschland (980.000 Betroffene)
  • Chemische Industrie im Saarland und in Ostdeutschland (46.300 Betroffene)