Montag, 06.02.2012
Gehalt
Fluktuation als Bonusgrundlage

Sonderzahlung für Mitarbeiterbindung

In den USA bekommen Manager Boni, die die Fluktuation in ihrem Team niedrig halten und sich gleichzeitig von leistungsschwachen Mitarbeitern trennen. In Deutschland geht das nur bedingt.

Das Personenbezogene

Bei der US-Restaurantkette Applebee’s richten sich die Jahresboni der
Manager unter anderem danach, wie hoch die Fluktuation ist. Gelingt es
einem Restaurantchef, 80 Prozent der besten Mitarbeiter zu halten, bekommt er
einen zusätzlichen Gehaltsaufschlag. Die Fluktuation bei Applebee’s liegt damit
weit unter dem Branchendurchschnitt.

Einige Unternehmen in den USA koppeln den Bonus ihrer Manager außerdem an die Trennungsquote. Wer schafft, die leistungsschwachen Mitarbeiter zu entlassen und gleichzeitig das Top-Personal zu halten, erhält am Ende des Jahres eine Sonderzahlung. In Deutschland ist dies aufgrund des Kündigungsschutzes nicht möglich.

Info

Das Modell

                                   
Für wen: Alle Unternehmen mit Teamstrukturen
Voraussetzung:
- Mitarbeiter sollen im Unternehmen gehalten werden
- jeweils zu Jahresbeginn wird festgelegt, wer ein Leistungsträger ist
Wie es funktioniert: Der Jahresbonus eines Teamleiters richtet sich nach der Fluktuationsrate. Gelingt es beispielsweise, 80 Prozent der Leistungsträger in dem Team zu halten, steigt die variable Vergütung.
Chance: Fluktuationsrate bleibt gering
Risiko: Mitarbeiter werden wegen des Bonus‘ und nicht wegen der Leistung im Unternehmen gehalten.