Freitag, 13.01.2017
Investition in Innovation: Nie zuvor gaben Unternehmen so viel Geld für Forschung und Entwicklung aus.

Foto: DragonImages/Thinkstock/Getty Images

Investition in Innovation: Nie zuvor gaben Unternehmen so viel Geld für Forschung und Entwicklung aus.

Gehalt
Exporte, Forschung und Löhne

Zahlen der Woche 2/2017: viel Geld, wenig Geld

Die Im- und Exporte sind so hoch wie nie zuvor, die Ausgaben für Innovationen ebenfalls. Außerdem in unseren „Zahlen der Woche“: Wo die Menschen besonders viel verdienen.

157,36 Milliarden Euro …

… gaben die deutschen Unternehmen 2015 für Innovationsvorhaben aus. Das ist laut einer jährlichen Erhebung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforum mehr als jemals zuvor. 2016 sollen die Ausgaben Schätzungen zufolge noch weiter steigen. Die Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern machten derweil zwar auch 2015 mit 25,9 Prozent der Innovationsausgaben nur einen kleinen Teil aus. Doch sie steigerten ihr Investment um 17 Prozent – im Durchschnitt stiegen die Ausgaben hingegen um „nur“ 8,8 Prozent.

108,5 Milliarden Euro …

… waren die Waren insgesamt wert, die deutsche Unternehmen im November 2016 exportierten. Laut Statistischem Bundesamt standen dem Importe im Wert von 85,8 Milliarden Euro gegenüber. Sowohl Ex- als auch Importe liegen damit so hoch wie nie zuvor. Mit 63,2 Milliarden (Export) beziehungsweise 56,9 Milliarden Euro war in beiden Richtungen der Rest der EU für einen großen Anteil des Handelsvolumens verantwortlich.

91.881 Euro …

… beziehungsweise 97.693 US-Dollar verdient ein Expat, also eine ausländische Fachkraft, in Deutschland pro Jahr. Laut einer Studie der Bank HSBC mit 27.000 Teilnehmern liegt Deutschland damit weltweit im Mittelfeld, in der Schweiz liegt der ermittelte Durchschnittslohn fast doppelt so hoch. Und doch erreicht die Bundesrepublik insgesamt den zweiten Platz, wenn es um Karrierechancen geht. Denn vor allem die Sicherheit des Arbeitsplatzes gilt hierzulande als besonders hoch.

2036 Euro …

… verdiente ein Arbeitnehmer im Erzgebirgskreis zum Stichtag 31. Dezember 2015 im Mittel. Das ist laut Bundessozialministerium weniger als die Hälfte als ein Arbeitnehmer in Wolfsburg, dem Arbeitsort, an dem der mittlere Bruttomonatslohn mit 4610 Euro am höchsten war. Wie in Wolfsburg sind auch in den anderen Städten mit überdurchschnittlich hohen Löhnen große Unternehmen ansässig: Ingolstadt und Ludwigshafen folgen auf den Plätzen zwei und drei. Die Schlusslichter hingegen liegen – wie der Erzgebirgskreis – allesamt in den neuen Bundesländern.

854 Euro …

… verdienten die tariflich beschäftigten Auszubildenden im Jahr 2016 im Durchschnitt. Hier hat der Osten nach Angaben des Bundesinstitutes für Berufsbildung weiter aufgeholt: In den neuen Bundesländern lag der Durchschnittslohn mit 807 Euro immerhin bei 94 Prozent des Westlohns (859 Euro). Besonders hoch lagen 2016 die Ausbildungsvergütungen im Bauhauptgewerbe. Maurerlehrlinge verdienten zum Beispiel durchschnittlich 1.042 Euro im Monat.