Donnerstag, 21.06.2012
Personal
Betriebliche Altersvorsorge

Altersvorsorge als soziale Pflicht

Die betriebliche Altersvorsorge wird für Unternehmen immer wichtiger. Neben der Mitarbeiterbindung zählt auch die soziale Verantwortung als Motivation für Unternehmen.

Die mittelständischen Unternehmer in Deutschland fühlen sich für ihre Mitarbeiter verantwortlich: Gut 93 Prozent wollen mit der betrieblichen Altersvorsorge ihrer sozialen Pflicht gerecht werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Betriebliche Versorgung im Mittelstand“, der Generali Versicherung und des F.A.Z. Instituts. Weitere 88 Prozent wollen ihrer gesetzlichen Pflicht als Arbeitgeber nachkommen. Insbesondere für Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern spielt dieses Argument eine Rolle.

Mitarbeiterbindung durch Altersvorsorge

Auch die Unternehmen profitieren von der betrieblichen Altersvorsorge: In Zeiten des Fachkräftemangels ist sie ein Baustein, um das Unternehmen für Bewerber möglichst attraktiv zu machen. Der Mittelstand hat das erkannt: Für zwei Drittel der Befragten stellt die bAV ein wichtiges Instrument zur Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung dar. Zusätzlich können Mitarbeiter durch Betriebsrenten zusätzlich angespornt werden. Auch die Belohnung einzelner Leistungsträger ist bei immerhin 31 Prozent der Unternehmen ein wichtiges Motiv für die betriebliche Altersvorsorge.

Bei Großunternehmen setzen bereits 72 Prozent Betriebsrenten ein, um Mitarbeiter zu rekrutieren. Doch auch kleiner Unternehmen ziehen nach: 62 Prozent der kleinen und 59 Prozent der mittelständischen Betrieben nutzen Direktversicherungen (86 Prozent), Pensionskassen (65 Prozent) oder Direktzusagen (32 Prozent).

Für die Studie wurden 100 Personalverantwortliche aus deutschen Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern befragt.

Quelle: Generali Versicherung, F.A.Z. Institut, Markt und Mittelstand