Freitag, 23.09.2016

Bildquelle: Digital Vision./Thinkstock/Photodisc

Die Mitarbeiter der Automobilindustrie müssen lernen, die üblichen Betriebsabläufe mit den komplexen Anforderungen der digitalen Welt zusammen zu bringen.

Personal
Studie zu neuen Themen der Automobilindustrie

Automobilbranche sucht neuen Typ Mitarbeiter

Connected Car oder Elektroantrieb: Mitarbeiter der Automobilindustrie müssen ihre Kompetenzen ständig erweitern und aktualisieren. Wie mittelständische Unternehmen nun aufrüsten.

Automobilhersteller erwarten deutlich mehr Fähigkeiten von ihren Angestellten als früher, um weiterhin für die komplexen Aufgaben im Arbeitsalltag gewappnet zu sein. Das sind die Ergebnisse der Studie „Automotive im Wandel“ von Hays, die für Markt und Mittelstand exklusiv ausgewertet wurde. Eine große Herausforderung für Automobilhersteller ist, die digitale Welt mit den gängigen Betriebsabläufen zusammen zu bringen.  Die neuen Themen der Automobilindustrie wie Connected Car, Elektroantrieb oder „Internet of Things“ sollen effektiv umgesetzt werden und dazu müssen Mitarbeiter immer komplexere Aufgabenstellungen eigenständig bearbeiten können. Außerdem sollen die Angestellten vielfältig einsetzbar sein.

Mittelstand sucht eigenständige Mitarbeiter

Verwunderlich ist, dass auch 24,4 Prozent der kleinen und mittelständischen Automobilhersteller und –zulieferer sagen, dass es sehr schwierig ist, Mitarbeiter mit den gewünschten Anforderungen zu rekrutieren. Führungskräfte der Automobilindustrie erwarten von ihren Mitarbeitern immer mehr, dass sie eigeninitiativ arbeiten, in Teams mitzuwirken sowie Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen. Es sind gerade die Softskills, die bei Mitarbeitern vermisst werden, weil sie beispielsweise hilfreich bei der Einarbeitung von neuen Themen sind, sagen 47,4 Prozent der mittelständischen Unternehmen.

Außerdem werden Bewerber, die viele unterschiedliche Erfahrungen haben, gegenüber den sogenannten Branchenspezialisten bevorzugt. Im Mittelstand sind es 56,4 Prozent derer, die sich vor allem Experten mit übergreifenden Kenntnissen wünschen. Dennoch ist die Fähigkeit, innerhalb geordneter Prozesse zu arbeiten, weiterhin von Belang.

Automobilindustrie setzt weniger auf Hochschulen

Viele heutige Studienabgänger sind mit den neuen Themen der Digitalisierung vertraut. So sind 46,2 Prozent der Mittelständler der Meinung, dass Hochschulen auf einem guten Weg sind. Aber oftmals zeigen sich Studienabgänger noch nicht ausreichend bereit sich in Bezug auf Arbeitszeit und -ort nach dem Bedarf der Unternehmen zu richten.
Kooperationen mit Universitäten, Hochschulen oder  Forschungseinrichtungen sind allerdings bei den meisten Unternehmen nicht geplant. Allerdings wollen mehr als die Hälfte der Mittelständler ihre ausgewählten Mitarbeiter zu Fachkonferenzen und Workshops schicken.
Die Unternehmen müssen selbst weiterhin aktiv bleiben. Inwieweit und welchen Strategien hierbei erfolgreich sind, erfahren Sie in unserem nächsten Artikel bei Markt und Mittelstand.