Dienstag, 03.04.2018

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Employer-Branding: Zu einer hohen Zufriedenheit der Angestellten trägt auch bei, dass neben der Arbeit ab und zu mal Zeit für einen kleinen Plausch bleibt.

Personal
Mehr Mitarbeiterzufriedenheit

„Bessere Außenwirkung durch Employer-Branding“

Im Kampf um Fachkräfte spielt die Glaubwürdigkeit des Arbeitgebers eine immer wichtigere Rolle. Employer Branding wirkt aber nicht nur nach außen, sondern stärkt auch die Beziehung zwischen dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern, erklärt Expertin Tina Schäfer im Interview.

Warum sollte ein B2B-Unternehmen, das weitgehend unbekannt ist, Employer-Branding betreiben?
Jedes Unternehmen – egal ob B2B oder B2C – profitiert von Employer-Branding, denn es erhöht die emotionale Verbundenheit der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen. Im Umkehrschluss steigt dadurch auch die Kundenzufriedenheit, und das sorgt für mehr Umsatz.

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Wie kann ein Schrauben- oder Kabelhersteller Emotionen auslösen?
Das ist gar nicht so schwer, denn Emotionen sind weniger vom Produkt abhängig. Entscheidend ist, dass das Unternehmen Vertrauen aufbaut, indem es Werte definiert und im Arbeitsalltag auch lebt. Um diese Werte auch nach außen zu tragen, sollten Berührungspunkte geschaffen werden, wie zum Beispiel Messeauftritte oder Vorträge.

Foto: Vogel Corporate Media

Tina Schäfer von Vogel Corporate Media

Wie können KMU ohne Marketingbudgets ihre Außenwirkung erhöhen?
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben oft den Vorteil, dass der Chef noch alle seine Mitarbeiter persönlich kennt. Diesen Mehrwert können KMU ohne großen Aufwand nach außen tragen, indem sie etwa ihre Mitarbeiter auf der Website oder dem Facebook-Profil zu Wort kommen lassen.

Wie lange dauert es, ein Employer-Branding aufzubauen und zu etablieren?
Erste Erfolge stellen sich sicher schnell ein. Beginnt man bei null, muss man etwa eineinhalb bis zwei Jahre rechnen. Dieser Zeitrahmen klingt erst einmal lange, aber auf Dauer lohnt sich die Beschäftigung mit den eigenen Zielen und einem fundierten Leitbild.

Ist der Erfolg denn konkret messbar?
Das ist durchaus möglich – zum Beispiel anhand der eingegangen Bewerbungen. Dabei ist nicht die Anzahl entscheidend, sondern deren Qualität. Ein Kriterium dafür ist, wie viele Bewerber passgenau für eine ausgeschriebene Stelle sind. Ein anderer Indikator ist eine geringe Fluktuation – das spricht für eine hohe Zufriedenheit.

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Info

Tina Schäfer ist Mitglied der Geschäftsführung bei Vogel Corporate Media. Die Medienagentur berät Unternehmen bei der Konzeption und Verbreitung von Medieninhalten.