Mittwoch, 15.12.2010
Personal
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Betriebsrente zieht Fachkräfte an

Mit der betrieblichen Altersversorgung wissen mittelständische Unternehmen wenig anzufangen. Das zeigt eine Umfrage der *Ergo Lebensversicherung*. 85 Prozent der Befragten ist nicht bekannt, dass gesetzlich rentenversicherte Mitarbeiter seit 2002 einen Rechtsanspruch auf die Entgeltumwandlung haben.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, auf Wunsch des Arbeitnehmers einen Teil seines Lohns oder Gehalts in eine betriebliche Altersversorgung zu investieren. Nur 29 Prozent der befragten Arbeitnehmer haben bisher eine betriebliche Altersversorgung abgeschlossen, obwohl 60 Prozent eine Betriebsrente durch ihren Arbeitgeber angeboten wird.
Jeder zweite junge Arbeitnehmer plant eine betriebliche Altersversorgung abzuschließen. 37 Prozent der kleinen und mittelgroßen Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, über ihren Betrieb für das Rentenalter vorzusorgen. 62 Prozent der Betriebe, die bisher keine Betriebsrente bieten, planen nicht, eine betriebliche Altersversorgung einzurichten, obwohl Steuervorteile locken.
Dabei kann die Betriebsrente für Unternehmen bei der Gewinnung und Bindung von Fach- und Führungskräfte eine wichtige Rolle spielen. „Besonders mittelständische Unternehmen sollten sich klar darüber werden, dass eine voll oder teilweise arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente ein Vorteil im Wettbewerb um talentierte Arbeitskräfte ist“, erläutert Frank Neuroth, Vorstandsmitglied der Ergo Lebensversicherung AG und verantwortlich für die betriebliche Altersversorgung.
Die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung hängt auch von der Betriebsgröße ab. Während drei Viertel der Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung eingerichtet haben, bietet nur ein Viertel der Kleinbetriebe bis zu vier Beschäftigten eine Betriebsrente.
Die Studie „Die Betriebsrente wird massiv unterschätzt“ steht zum Herunterladen bereit unter, dort unter der Rubrik „Studien“. Mehr als 3.000 Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten und fast 500 Freiberufler wurden persönlich durch TNS Infratest befragt.

 Quelle: Ergo, Markt und Mittelstand