Montag, 11.07.2022
Personal
Gastbeitrag

„Bewerbungsunterlagen sind ein Relikt von gestern“

Bei der Besetzung offener Stellen fordern die meisten Arbeitgeber noch immer klassische Bewerbungsunterlagen als Grundlage ihres Auswahlverfahrens. Ein Prinzip, das mit vielen Mühen für den Bewerber verbunden ist und trotzdem nichts über dessen tatsächliche Qualitäten aussagt. Wer als Arbeitgeber heute noch eine Bewerbungsmappe braucht, sucht nach Gewissheiten, die solche Unterlagen nicht bieten können. Mittelständlern müssen heute mit deutlich innovativeren Methoden ihre Herausforderung

Klassische Unterlagen halten attraktive Kandidaten von der Bewerbung ab

Bild: Shutterstock

 

Angesichts hunderttausender unbesetzter Facharbeiterstellen entwickelt sich der ungedeckte Personalbedarf aktuell zur größten Wachstumsbremse der deutschen Wirtschaft. Unbesetzte Stellen verursachen Umsatzausfälle, die sich je nach Unternehmensgröße schnell auf sechs- bis siebenstellige Beträge summieren. Zudem sorgen Vakanzen für zusätzliche Belastungen der Mitarbeiter, die die fehlenden Kapazitäten in Form von Mehrarbeit auffangen müssen – was wiederum zu einer erhöhten Fluktuation im Unternehmen beiträgt.

Klassische Unterlagen halten attraktive Kandidaten von der Bewerbung ab

Doch entgegen dieser dramatischen Lage am Personalmarkt setzt ein Großteil der Unternehmen bei ihren Auswahlverfahren weiterhin auf klassische Bewerbungsunterlagen mit Motivationsschreiben, Lebenslauf mit Foto sowie Zeugnissen. Die Notwendigkeit, Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen und zu produzieren, stellt eine sehr große Hürde dar, insbesondere für Kandidaten im technischen Handwerk und Gewerbe.
Das hat gravierende Konsequenzen im Kampf um die besten Köpfe: Zum einen, weil Unternehmen auf diese Weise nicht in der Lage sind, den gut gefüllten Pool qualifizierter und motivierter Kandidaten anzusprechen, die einem Jobwechsel offen gegenüberstehen, aber die Mühen klassischer Bewerbungsverfahren scheuen. Zum anderen, weil Bewerbungsunterlagen das Augenmerk auf formelle Aspekte lenken und menschliche Qualitäten, die für Unternehmen heute wettbewerbsentscheidend sein können, dabei zwangsläufig zu wenig Beachtung finden.

Auch ist nicht jeder ein Profi, wenn es um die Eigenpräsentation geht. So kommt es immer wieder vor, dass Bewerber ihre Qualifikationen nicht gut darstellen können, obwohl sie ausgewiesene Experten ihres Faches sind. Solche Kandidaten werden in konventionellen Auswahlverfahren nicht zuverlässig erkannt.

Potenzielle Bewerber auf den Sozialen Medien adressieren

Letztlich führt die Fokussierung auf Bewerbungsunterlagen dazu, dass Unternehmen ihren Bewerberkreis auf die sehr kleine Zahl von Kandidaten verengen, die gerade aktiv nach einer neuen Arbeitsstelle suchen. Denn Bewerbungsunterlagen werden nur von Menschen erstellt, die unter akutem Handlungsdruck stehen – zum Beispiel, weil sie ihren Arbeitsplatz verloren haben oder nach Umzug am neuen Wohnort die passende Stelle suchen. Nur solche Kandidaten sind über Jobportale, Zeitungsanzeigen oder auf Jobmessen zu erreichen. Bei allen anderen herrscht die Meinung vor, dass sie sich gar nicht erst umzuschauen brauchen, solange sie keine Unterlagen parat haben.

Genau hier muss angesetzt werden. Mit innovativen Social-Media-Recruiting-Strategien werden die Unterlagen als zentrale Bewerbungshürde umgangen. Auf diese Weise können hoch motivierte und gut qualifizierte Wechselkandidaten, die über die herkömmlichen Kanäle nicht zu erreichen sind, aktiviert und zu Bewerbern für Stellenangebote gemacht werden.

Bewerbung in weniger als fünf Minuten. Und auch die Besetzung erfolgt schneller

Geeignete Kandidaten werden über die Sozialen Netzwerke adressiert und ihr Interesse an einem Stellenwechsel geweckt. Dabei kommt ein ansprechend gestaltetes Recruiting Tool zum Einsatz, das eine Bewerbung per Smartphone in unter fünf Minuten ermöglicht, ohne dass dafür Unterlagen erforderlich sind.

Ein weiterer Vorteil: Während Bewerbungsunterlagen vor der Bearbeitung nicht selten tage- oder wochenlang in Eingangskörben gesammelt werden, kommen Bewerber und Arbeitgeber bei diesem neuen Verfahren in kürzester Zeit miteinander ins Gespräch. Der Arbeitgeber erhält sehr schnell ein vollständiges Bild inklusiver aller benötigter Daten vom Kandidaten, das weit mehr Informationen liefert als jede klassische Bewerbungsunterlage.

Auf Grundlage dieser umfassenden Wahrnehmung ist der Personalverantwortliche praktisch sofort in der Lage zu entscheiden, ob der Kandidat für die nächste Bewerbungsrunde geeignet ist oder nicht. Die Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen, ist heute ein Wettbewerbsvorteil, den gerade Mittelständler gegenüber Großkonzernen ausspielen müssen, wenn sie sich im Personalmarkt behaupten wollen.

Fazit: Die Kombination aus innovativer Ansprache über die Sozialen Medien, einem attraktiv gestaltetem Recruiting Tool für das Smartphone und schnellen Entscheidungsprozessen auf Arbeitgeberseite erlaubt selbst auf schwierigen Positionen zuverlässige Besetzungen mit gut qualifizierten Kandidaten innerhalb weniger Wochen.

Autor

Frank Plümer, Gründer der Agentur PLÜCOM DIGITAL, ist Experte für Social Media Recruiting. Er unterstützt Firmen aus dem technischen Handwerk und Gewerbe dabei, ihre offenen Stellen schnell mit qualifizierten Bewerbern zu besetzen. Geschäftsführer und Personalchefs bietet er jeden Monat eine begrenzte Zahl kostenloser Recruiting-Strategiegespräche an, die über die Unternehmenswebsite (https://pluecomdigital.de/) oder telefonisch unter T. 040/790 21 89 85 gebucht werden können.

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