Montag, 23.07.2012
Personal
Datensicherheit

Datendiebstahl bei Arbeitgeberwechsel

Jeder dritte Angestellte hat bei einem Jobwechsel bereits vertrauliche Informationen weitergeleitet oder gelöscht. Die Gefahr für Unternehmen mit dem Mitarbeiter auch sensible Daten zu verlieren ist groß.

35 Prozent der deutschen Büroangestellten haben bei einem Jobwechsel bereits Dokumente, aus dem Unternehmensnetzwerk entfernt. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Iron Mountain hervor. Für diese wurden 2.000 Büroangestellten in Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien befragt. Demnach haben 54 der Angestellten auch Unternehmenspräsentationen und die Kunden-Kontaktdatenbank in den neuen Job mitgenommen.  Und fast jeder Dritte (29,6 Prozent) gab zu, bereits Strategische Pläne beim Arbeitgeberwechsel entwendet zu haben.

Unwissenheit und Besitzansprüche

Die Beweggründe der Mitarbeiter liegen zum einen im Unwissen um die Vertraulichkeit der Daten und zum anderen in vermeintlichen Besitzansprüchen auf das Datenmaterial begründet. So war zwei Drittel der Befragten gar nicht bewusst, dass es sich bei den von ihnen entfernten Daten um sensible Informationen handelt. Wiederum 69 Prozent der deutschen Angestellten fühlten sich berechtigt, Daten mitzunehmen, weil sie an deren Entstehungsprozess beteiligt waren. 22,1 Prozent der Angestellten, denen gekündigt wurde, gaben sogar an, vertrauliche Informationen in diesem Fall gezielt zu entfernen. Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer der Iron Mountain Deutschland GmbH, zeigt sich angesichts die Ergebnisse besorgt: „In ganz Europa verschärfen Unternehmen ihre Datenschutz-Richtlinien, um der neuen EU-Gesetzgebung gerecht zu werden. Umso beunruhigender ist es zu sehen, dass Mitarbeiter scheinbar sorglos ihre Arbeitsplätze mit hochsensiblen Daten verlassen.“

Quelle: Iron Mountain, Markt und Mittelstand

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