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Management > Klimapolitik

EU-Klimapolitik schadet deutschem Industriestandort

Die Veröffentlichung der EU-Roadmap zur Langfristklimastrategie nimmt der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) zum Anlass, vor Fehlentwicklungen zu warnen.

“Nur ein international abgestimmtes Vorgehen kann beim Klimaschutz Fortschritt bringen, ein einseitiges Vorpreschen der EU ist naiv, standortschädlich und zur Erfolglosigkeit verurteilt”, stellt Annette Loske fest. Die Hauptgeschäftsführerin der Interessenvertretung der energieintensiven Unternehmen in Deutschland rügt, dass die EU-Klimaschutzziele und die politische Umsetzung in den Mitgliedstaaten zu Verlagerungen der Industrieproduktion führe.

CO2-Umsatz steigt

Die Folge sei, dass sich die CO2-Importe in die EU und damit auch der weltweite CO2-Ausstoß erhöhen werde. Zwar habe der deutsche CO2-Ausstoß zwischen 2006 und 2010 um 13 Prozent abgenommen. Wenn aber die CO2-Emissionen, die in den importierten Produkten stecken, mit berücksichtigt werden, zeige sich eine andere Situation. Dann stieg der Gesamt-CO2-Umsatz um 23 Prozent. Dies gelte auch für andere EU-Länder. Dennoch würden von der EU-Kommission und nationalen EU-Regierungen ständig höhere CO2-Einsparziele gesetzt, mit immer schärferen und teureren Auflagen für energieintensive Produktionen.

Klimaschutz verlagert Produktion

Diese nach Auffassung des VIK einseitigen Klimaschutz-Vorreiterpositionen würden falsche Ergebnisse liefern. Zwar gäbe es weniger CO2-Emissionen in der EU, aber weltweit käme es zu immer mehr CO2-Ausstoß, weil die verdrängten Produktionen nicht den Verzicht auf die Produkte bedeuten, sondern nur die Schließung heimischer Industriestandorte.

Quellen: VIK, Markt und Mittelstand
 

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