Dienstag, 20.09.2016

Bildquelle: Chesky_W/Thinkstock/iStock

Der Wandel ist sichtbar: Nicht nur die Produktionsprozesse in der Automobilindustrie werden digitaler, die Ausstattung unserer Fahrzeuge zeugt ebenfalls immens vom Wandel der Digitalisierung.

 

Personal
Studie zu neuen Themen der Automobilindustrie

Exklusiv-Auswertung: Was die Automobilindustrie antreibt

Eine exklusiv für MuM ausgewertete Studie zeigt: Auch bei mittelständischen Automotiveunternehmen hat die Digitalisierung den Alltag fest im Griff. Mitarbeiter verbringen inzwischen mindestens 20 Prozent ihrer Arbeitszeit mit der Bearbeitung neuer Themen wie Connectivity oder Autonomem Fahren.

Die Automobilindustrie beschäftigt sich immer mehr mit neuen Themen wie Elektronantrieb, Connected Car, Autonomes Fahren  oder „Internet of Things“. Das sind die Ergebnisse der Studie „Automotive im Wandel“ von Hays, die für Markt und Mittelstand exklusiv ausgewertet wurde.
Nur noch 80 Prozent ihrer Arbeitszeit tüfteln die Entwickler der Zukunftsautos an Motoren, Kühlern oder der Dynamik von Autos. Sie beschäftigen sich stattdessen zunehmend mit Themen rund um die Digitalisierung – Tendenz steigend. Auch die Mehrzahl der Mittelständler sieht das so: 52, 6 Prozent der Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern stimmen zu, dass sie sich definitiv mehr mit neuen Themen der Digitalisierung auseinander setzen müssen.

Automobil-Branche unter Zeitdruck

Doch nicht nur die bekannten Themen rund um das Auto, wie Autonomes Fahren, stehen auf der Agenda weit oben. Viele Entscheider sind der Meinung, dass wegen der anhaltenden Digitalisierung  auch Planungs-, Steuerungs-, oder Logistikprozesse stärker softwarebasiert eingeführt werden müssen, um schneller liefern zu können. So ergibt sich zwar ein sehr vielschichtiges Bild an neuen Themen, doch diese lassen sich grob in zwei Bereiche einordnen: Die Digitalisierung der Angebote und die Digitalisierung der Prozesse.

Die Automobilhersteller und –zulieferer gaben an, dass sich die Mitarbeiter bereits mindestens 20 Prozent ihrer Arbeitszeit mit neuen Themen beschäftigen. Bei mehr als einem Viertel der Unternehmen des Mittelstands sind es sogar 20 bis 30 Prozent der Arbeitszeit, die mittlerweile für die Themen rund um die Digitalisierung aufgebracht werden müssen.
Das bedeutet nicht nur viele verschiedene „Baustellen“ im Unternehmen, sondern heißt auch, dass die Teams der Autobauer immer mehr Entwicklungsprojekte in kürzeren Zyklen stemmen müssen. Damit wird das Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter in den Forschung und Entwicklung sowie in der IT immer komplexer.

Digitalisierung schafft neue Anforderungsprofile

Es ist nicht leicht für die Automobilhersteller, genügend Mitarbeiter zu finden, die den neuen Anforderungen entsprechen. Vor allem ein innovationsfreudiges Know-how und Software-Skills vermissen die Personaler. Auch die interne Weiterbildung der Mitarbeiter läuft in den meisten Betrieben noch zu langsam, wie die Hays-Studie feststellt. Mittelständler legen vor allem Wert darauf, dass ihre Mitarbeiter bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Klassische Verwaltungstätigkeiten, wie der Einkauf von Materialien, werden immer stärker von Softwaresystemen übernommen. Die Angestellten müssen daher geschult werden, diese Software richtig einzusetzen, und im besten Fall auch weiterzuentwickeln. Im nächsten Artikel beleuchtet MuM, welche Kompetenzen konkret gefordert sind.