Freitag, 11.01.2013
Personal
Grafik des Tages

Fachkräftemangel hemmt Mittelstand

Trotz Konjunkturabkühlung suchen Unternehmen Fachkräfte und können Stellen nicht besetzen. Doch die Risikoeinschätzung der Unternehmen gegenüber dem Fachkräftemangel geht leicht zurück. Doch das soll nur vorübergehend sein.

29 Prozent der Unternehmen brauchen derzeit zwei Monate und länger, um Stellen zu besetzen. Das hat der DIHK Arbeitsmarkreport ergeben. Vor allem in Unternehmen der Zeitarbeit, in Ingenieurbüros, IT-Dienstleistern und High-Tech-Unternehmen ist der Fachkräftemangel spürbar. Fast die Hälfte der Betriebe mit Stellenbesetzungsproblemen findet keine technisch ausgebildeten
Fachkräfte. Diese sind besonders rar. Im Baugewerbe und der Industrie ist der demographische Wandel ein großer Treiber des Fachkräftemangels. 65 bzw. 61 Prozent der Unternehmen aus diesem Bereich haben mit einem altersbedingten Fachkräftemangel zu kämpfen.

Bei den Auswirkungen des Fachkräftemangels befürchten 43 Prozent der Unternehmen, dass ihre Wachstumspotenziale in Produktion und Service gefährdet sind. Jedes dritte Unternehmen befürchtet, dass die Innovationsfähigkeit – vor allem im technischen Bereich – leidet. Damit geht die Angst von steigenden Arbeitskosten einher.