Dienstag, 28.01.2020
Volltreffer beim Recruiting? Huber Kältemaschinenbau setzt Sportsponsoring als Mittel gegen den Fachkräftemangel ein.

Foto: alphaspirit/ iStock/ Getty Images

Volltreffer beim Recruiting? Huber Kältemaschinenbau setzt Sportsponsoring als Mittel gegen den Fachkräftemangel ein.

Personal
Partner des SC Freiburg

Mit Sponsoring gegen den Fachkräftemangel

Viele mittelständische Unternehmen sind hochinnovative Hidden Champions. Ihr Problem: In der Öffentlichkeit sind sie nahezu unbekannt. Um seine Bekanntheit bei Fachkräften zu steigern, setzt der Mittelständler Peter Huber Kältemaschinenbau auf Sportsponsoring.

Politik und Wirtschaft diskutieren dieser Tage häufig über den Fachkräftemangel. Für das mittelständische Familienunternehmen Peter Huber Kältemaschinenbau ist das Problem allerdings kein neues Phänomen. „Den Fachkräftemangel spüren wir schon seit unserer Unternehmensgründung 1968“, sagt Daniel Huber, Vorstandsvorsitzender des Mittelständlers. „Das ist zum einen dem geschuldet, dass der Beruf des Mechatronikers für Kältetechnik kaum bis gar nicht bekannt ist und zum anderen, wir gerade an unserem Standort eine immens hohe Dichte an sehr guten mittelständischen Unternehmen haben, die alle Fachkräfte suchen.“ Um aus der Masse an potentiellen Arbeitgebern herauszustechen, setzt Huber auf ein für Mittelständler ungewöhnliches Instrument: Sportsponsoring. 

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Das Unternehmen aus Offenburg an der deutsch-französischen Grenze ist Sponsor des Fußballbundesligisten SC Freiburg. „Der SC Frei­burg und wir haben vieles gemeinsam“, findet Huber. „Wir sind beide in der Region verwurzelt, bilden überproportional viele Jugendliche aus und stehen für Nachhaltigkeit.“ Durch diese Gemeinsamkeiten empfänden die Fans die Partnerschaft als glaubwür­dig – und nicht als plumpen Versuch, vom Erfolg des Vereins zu profitieren. „In der Region sind wir durch unser Sponsoring ganz sicher bekannter geworden“, sagt Huber.  

Der Hersteller von Temperiertechnik spricht zudem seit dieser Saison gezielt die Fuß­ballfans als potentielle Arbeitnehmer an. Auf der Webseite des SC Freiburg stellt sich der Mittelständ­ler, der rund 350 Mitarbeiter beschäftigt, in einer Jobbörse vor und wirbt für sich als Arbeitgeber. „Von anderen Unternehmen, die dies schon länger machen, haben wir gehört, dass dies zu einigen Bewerbungen geführt hat“, sagt Huber.