Dienstag, 19.06.2012
Personal
Finanzdienstleister

Defizite im Datenschutz

Europäische Finanzdienstleister kennen die Wirksamkeit ihrer Datenschutz- und Informationsmanagement-Strategien nicht – und überprüfen sie auch nicht. Leidtragende sind Unternehmen.

Europäische Finanzdienstleister kennen die Wirksamkeit ihrer Datenschutz- und Informationsmanagement-Strategien nicht – und überprüfen sie auch nicht. Leidtragende sind Unternehmen.

22 Prozent  der befragten Unternehmen aus der Finanzbranche wissen nicht, ob ihnen in den vergangenen drei Jahren Daten abhanden gekommen sind. Dies sind die Ergebnisse einer Studie von Iron Mountain und dem Beratungsunternehmen PwC. Befragt wurden 600 europäische Unternehmen. Obwohl Finanzdienstleister sensible personenbezogene Daten von Millionen von Kunden speichern, ergreifen 41 Prozent keine Maßnahmen zur Bewertung ihrer Informationsrisiko-Strategie. 42 Prozent der Finanzdienstleister überprüfen die Arbeit der zuständigen Mitarbeiter nicht auf die Themen Informationsrisiko-Management, Datenschutz und. Es besteht demnach keine Kontrolle, ob die Richtlinien tatsächlich eingehalten werden.

Bessere Datenschutz-Schulung der Mitarbeiter nötig

„Die Daten werden zwar optimal technisch gesichert, aber häufig werden sie durch Unwissenheit und Indiskretion der Mitarbeiter gelöscht oder preisgegeben“, sagt Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer von Iron Mountain Deutschland. Die Erhebung veranschauliche ebenfalls, welche Konsequenzen fahrlässiges Verhalten beim Informationsmanagement und Datenschutz nach sich ziehen könne. Mit schwerwiegenden Imageschäden und Haftungsforderungen werden Finanzdienstleister konfrontiert, bei denen sich bereits ein Sicherheitsvorfall ereignet hatte. Mitarbeiter müssten im Umgang mit vertraulichen Daten geschult und sensibilisiert werden.

Quelle: PwC, Iron Mountain, Markt und Mittelstand

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