Mittwoch, 29.07.2009
Personal

Fünf Abmahnungen sind zu wenig

Fünf Abmahnungen reichen offenbar nicht für eine Kündigung.

Fünf Abmahnungen reichen offenbar nicht für eine Kündigung. Ein Arbeiter kam in den vergangenen zwei Jahren 15 Mal zu spät zur Arbeit. Einmal sogar über 5 Stunden. Als Begründung erklärte er, er habe verschlafen.

Sein Arbeitnehmer mahnt ihn 5 Mal ab. Die Kündigung erfolgte schließlich im August 2008. Der Arbeiter klagte mit Erfolg gegen die Entlassung. Das Landesarbeitsgericht in Mainz gab ihm Recht. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass wegen ausgebliebener Konsequenzen die Abmahnungen als „leere Drohungen“ verstanden werden könne. Im Urteil heißt es: „Aufgrund der früheren Reaktionen des Arbeitgebers hätte der Arbeiter nicht hinreichend deutlich die unmittelbare Kündigungsdrohung erkennen können.“ Das Landesgericht erklärte allerdings, dass die vorliegende Kündigung nun die Funktion einer Abmahnung erfülle. Bei weiterer Vertragsverletzung setze der Arbeitnehmer nun seinen Arbeitsplatz aufs Spiel.

Quellen: LAG Mainz, Markt und Mittelstand