Mittwoch, 02.09.2009
Personal
Expats

Gutes Geld für Expatriates

Trends der Beschäftigung von Mitarbeitern im Ausland hat die internationale Studie "Expatriate Salary Management Survey" ermittelt.

Eine große Herausforderung für die Personalverantwortlichen von Unternehmen, die Mitarbeiter ins Ausland entsenden, ist der Spagat zwischen dem Senken der Kosten und eine Anpassung der Vergütungsmodelle. Expatriates sind von starken Wechselkursschwankungen besonders betroffen. Trends der Beschäftigung von Mitarbeitern in anderen Staaten hat das Personalberatungsunternehmen ECA International ermittelt. Der Schwerpunkt der Studie “Expatriate Salary Management Survey” liegt auf der Vergütung. Die Hälfte der 220 befragten Unternehmen berechnet das Gehalt auf Basis der Vergütung im Heimatland. Je nach Einsatzort stocken Zulagen das Einkommen auf. Bei höheren Steuern im Gastland tragen 84 Prozent der Firmen die Differenz. Fünf Prozent der Arbeitgeber übernehmen höhere Steuern und überlassen dem Expatriate den Überschuss als Bonus, falls der Steuersatz im Ausland niedriger liegt. Einen Bonus für internationales Engagement zahlen 61 Prozent der Unternehmen. 40 Prozent der befragten Unternehmen planen, die Anzahl der Expatriates weiter zu erhöhen. Allerdings waren es vor zwei Jahren noch 70 Prozent.

Nur 18 Prozent der Unternehmen planen, weniger Mitarbeiter als bisher ins Ausland zu entsenden. Die übrigen 42 Prozent sind noch unentschlossen. Der häufigste Grund für ein internationales Engagement ist das Führen und Betreiben einer Auslandsniederlassung. Am zweithäufigsten geht es um Wissenstransfer. Oft werden Expatriates mit ihrem Know-how am neuen Standort eingesetzt, um mangelnde Qualifikationen auszugleichen. Ein Drittel der Unternehmen will aber auch die Karriere des Entsendeten fördern.

 

Quelle: ECS, Markt und Mittelstand