Freitag, 24.09.2021

Laurence Chaperon

Mestemacher zeichnet Managerin Katherina Reiche mit dem renommierten Gleichstellungspreis aus.

Personal
Grosse Auszeichnung für die Zukunftsmacherin

Katherina Reiche wird "Managerin des Jahres 2021"

Für ihr Engagement in Sachen Gleichstellung erhält die Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrates der Bundesregierung und Vorstandchefin der Westenergie AG, Katherina Reiche, den "Mestemacher Preis Managerin des Jahres 2021".

Diese Frau ist buchstäblich Energie, erneuerbare Energie. Anstatt in die Vergangenheit zu blicken, ist Katherina Reiche, die Chemikerin, eine Zukunftsmacherin. Gestaltend greift sie in die Welt von morgen, beschreitet energisch neue Wege. Beim Thema Gleichberechtigung geht sie in die Offensive, will den Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten deutlich erhöhen. Reiche ist überzeugt, dass viel mehr Frauen in die Führungsetagen gehören, die Frauenquote bleibt ihr Herzensangelegenheit. "Das Potenzial in Deutschland ist riesig, wenn wir uns die Ausbildung der Frauen anschauen: Frauen, die 45 Jahre oder jünger sind, verfügen über ein höheres Qualifikationsniveau als gleichaltrige Männer. Einen Hochschulabschluss haben beispielsweise 31 Prozent der 30- bis 35-jährigen Frauen, aber nur 28 Prozent der Männer", erklärt sie gegenüber "Markt und Mittelstand".

Die gebürtige Luckenwalderin und Mutter von drei Töchtern, selbst mit Unternehmergeist von Kindesbeinen an geprägt, steht seit Januar 2020 der E.ON-Tochter Westenergie vor. Seitdem dort die Macherin die Strippen zieht, überzeugt die langjährige Politikerin mit Frauenpower. Mit der "FEMpower-Akademie" hat sie ein Programm zur "Frauenförderung", eine Fortbildungsakademie des Unternehmens für Frauen, ins Leben gerufen. Reiche will Kolleginnen besser vernetzen und auf die Übernahme von Führungsrollen vorbereiten. Intensive Kooperationen mit Technischen Hochschulen sowie ein profundes Talentmanagement zählt sie dabei zu ihren Kernaufgaben. Gleichberechtigung versteht Reiche dabei nicht als Worthülse, sondern als „elementare Frage von wirtschaftlichem Erfolg“, der letztendlich dem Gemeinwesen zugutekommt. 

Frauenpower pur, dafür steht die Wirtschaftsmanagerin, die sich auch ehrenamtlich vielseitig engagiert. Lösungsorientiert und pragmatisch agiert Reiche seit Jahrzehnten. 1992 war sie Gründungsmitglied des RCDS an der Universität Potsdam. 17 Jahre arbeitete sie als Mitglied des Deutschen Bundestages, vier Jahre war sie stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Karrieretechnisch ging es stets bergauf. 2013 wurde die Frau, die jahrelang den Vorsitz der Frauen-Union im Kreisverband Potsdam-Mittelmark führte, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, bevor sie 2013 bis 2015 als Parlamentarische Staatssekretärin ins Bundesverkehrsministerium wechselte.  

Engagiert gegen den Klimawandel

Seit Jahren kämpft Reiche gegen den Klimawandel und die Treibhaus-Emissionen. Schon 2006 warb sie für Klimaneutralität und sprach sich gegen fossile Brennstoffe aus. Jetzt ist die Macherin und Spitzenmanagerin der Energiebranche bei Westenergie in einer Schlüsselposition, um dort in eine Energie der Zukunft zu investieren, nicht nur nebenbei erhöht sie auch den Frauenanteil im Unternehmen. Reiche, die auf diverse Führungsteams setzt, weil diese eine neun Prozent höhere Gewinnmarge und einen 20 Prozent höheren Umsatz generieren als Wettbewerber, die nur von Männern geführt werden, managt 10.000 Beschäftigte. 175.000 Kilometer Strom-, 24.000 Kilometer Gas- und 5.000 Kilometer Wasserleitungen sowie 10.000 Kilometer Breitbandnetze für rund 6,6 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz stehen unter ihrer Regie. Der Netzbetreiber ist nicht nur im Zentrum der nationalen sowie europäischen Energiewende, sondern muss die Dekarbonisierung des Energiesystems bis 2045 wesentlich vorantreiben. Für Reiche ist es die größte Herausforderung der Industriegeschichte, die sie tatkräftig mit Sachverstand und Charme in Angriff nimmt. Die Managerin weiß, dass der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern und der Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft nur gelingen kann, wenn Wirtschaft, Politik und Gesellschaft an einem Strang ziehen. Wie zukunftsorientiert Reiche dabei agiert, zeigt sich bei vielen Forschungsprojekten, die sie auf den Weg bringt und bei der Entwicklung von Modellregionen für die Energiewende. Mit dem Nationalen Wasserstoffrat, dessen Vorsitz sie übernommen hat, konkretisiert sie ihre Zukunftsvisionen durch einen sehr klaren 80-Punkte-Plan, der es ermöglicht, den Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft zügig zu gestalten.

Für ihr Engagement sowohl als Kämpferin für mehr Gerechtigkeit unter den Geschlechtern als auch eine der wichtigsten Managerinnen bei der Gestaltung der Energiewende, wird Reiche der "Mestemacher Preis Managerin des Jahres" am 24. September 2021 im Berliner Grandhotel Adlon Kempinski verliehen. Die Initiatorin und Vorsitzende der Geschäftsführung Mestemacher Management GmbH, Prof. Dr. Ulrike Detmers würdigt die 20. Preisträgerin mit den Worten: "Im 20. Jubiläumsjahr des Gleichstellungspreises ehren wir die Vorstandschefin der Westenergie AG, Katherina Reiche. Sie ist eine der führenden und zugleich wenigen Spitzenmanagerinnen der Energiebranche und Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrates der Bundesregierung. Daran wird bereits deutlich, dass sie Diskussionen vorantreibt und Veränderungen energisch, präzise und verbindlich angeht".

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