Donnerstag, 15.10.2009
Personal
Nachhaltigkeit

Klimaschutz schafft Arbeitsplätze

Investitionen in Energieeffizienz und Emissionsminderungen stärken den Wirtschaftstandort Deutschland.

Rund 630.000 neue Arbeitsplätze können in Deutschland in den kommenden zehn Jahren entstehen. Das zeigt die Studie “Gesamtwirtschaftliche Wirkungen von Energieeffizienzmaßnahmen in den Bereichen Gebäude, Unternehmen und Verkehr” des Umweltbundesamtes (UBA). Weil sich die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um rund 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 verringern, werden mehr Produkte und Dienstleistungen für eine bessere Energieeffizienz benötigt.

Die Klimaschutzmaßnahmen in Gebäuden werden bis zum Jahr 2012 fast 100.000 neue Arbeitsplätze entstehen lassen. Bis zum Jahr 2020 sind sogar über 350.000 neue Arbeitsplätze möglich.

Eine verbesserte Energieeffizienz mit besserer Wärmedämmung steigert die Kaufkraft von Eigentümern und Mietern, da deren Heizkosten sinken. Die Modernisierung der Wärmebereitstellung in Gebäuden mindert zudem den Bedarf an Gas- und Heizölimporten, was die Binnennachfrage belebt und der hohen Energieimportabhängigkeit Deutschlands entgegenwirkt. Gleichzeitig schaffen die Investitionen zur Gebäudesanierung neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Davon profitieren Unternehmen des Baugewerbes und Dienstleister der Baufinanzierung.

Mit entschiedenen Effizienzverbesserungen im Verkehrsbereich und in Unternehmen weitere positive Beschäftigungswirkungen möglich. Wenn die Autoindustrie verstärkt in die Entwicklung effizienterer Autos investiert, ergeben sich daraus Marktchancen. Rund 220.000 zusätzliche Arbeitsplätze können dann in Deutschland entstehen. Unternehmen, die ihre Energieeffizienz verbessern, senken Energiekosten und schaffen neue Arbeitsplätze. Bis 2020 können sie über 260.000 zusätzliche Stellen schaffen.

 

Quelle: UBA, Markt und Mittelstand