Donnerstag, 25.02.2010

Fotoquelle: RobertCrum/Thinkstock/Getty Images

Ein Führerscheinentzug kann unter bestimmten Bedingungen zu einem Kündigungsgrund werden.

Personal

Kündigungsgrund Führerscheinentzug

Wer im Job auf seinen Führerschein angewiesen ist, sollte besser auf ihn aufpassen, als die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann: Der Entzug der Fahrerlaubnis kann nämlich ein personenbedingter Kündigungsgrund sein, wenn arbeitsvertraglich festgelegte Leistungen dadurch nicht mehr erbracht werden können.

Wer im Job auf seinen Führerschein angewiesen ist, sollte besser auf ihn aufpassen, als die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann: Der Entzug der Fahrerlaubnis kann nämlich ein personenbedingter Kündigungsgrund sein, wenn arbeitsvertraglich festgelegte Leistungen dadurch nicht mehr erbracht werden können.

Wann ist eine Kündigung gerechtfertigt?

Der Arbeitgeber kann dem Betroffenen kündigen, sofern dieser innerhalb des Unternehmens nicht anderweitig beschäftigt werden kann und anderweitige Überbrückungsmaßnahmen nicht möglich oder unzumutbar sind.

Eine fristlose Kündigung bedarf jedoch, abgesehen von der zweiwöchigen Ausschlussfrist in § 626 Abs. 2 BGB, eines so wichtigen Grundes, dass nicht einmal die Einhaltung einer ordentlichen Kündigungsfrist zumutbar ist. Hier muss der Arbeitgeber zuerst prüfen, ob zumindest bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist gewartet und dem Arbeitnehmer eine andere Arbeit zugeteilt werden kann. Wird die Fahrerlaubnis nur vorläufig entzogen, werden dem Arbeitgeber bis zur endgültigen Entscheidung Überbrückungsmaßnahmen eher zugemutet.

Quellen: Haufe Personal Office Standard, Markt und Mittelstand