Donnerstag, 30.04.2020
Schwer unter einen Hut zu kriegen: Homeoffice und Kinderbetreuung

Foto: Jelena Danilovic/ iStock/ Getty Images

Schwer unter einen Hut zu kriegen: Homeoffice und Kinderbetreuung

Personal
Tipps für die richtige Kommunikation

Worauf Führungskräfte im Homeoffice achten sollten

Das Homeoffice erlebt gerade seine Blütezeit und stellt während der Corona-Krise viele Menschen vor besondere Herausforderungen. Führungskräfte sollten jetzt die Grundbedürfnisse ihrer Mitarbeiter nach Sicherheit, Orientierung und Bindung erfüllen. Zehn Tipps für die richtige Kommunikation.

Die Corona-Krise stellt Unternehmer vor Herausforderungen, die sie selbst kaum steuern können. Offizielle Regelungen bestimmen den Takt des Business. Für viele bedeutet das ernsthafte Krisen, die ihre Existenz bedrohen können. „Auch wenn es schwerfällt – bleiben Sie proaktiv, übernehmen Sie bestmöglich das Steuer und binden Sie Ihre Mitarbeiter mit ein“, empfiehlt Jana Brettner, Kundenbetreuerin und Führungskräfte-Trainerin bei der Unternehmensberatung „Team Dr. Rosenkranz“. Sie hat für Unternehmer zehn Tipps zusammengestellt, wie Führungskräfte jetzt mit ihren Mitarbeitern umgehen sollten:

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In zehn Schritten aus der Krise

 

  • 1. Gewinnen Sie Klarheit über die aktuelle Situation Ihres Unternehmens. Nur dann können Sie auf die Grundbedürfnisse Ihrer Mitarbeiter eingehen. Vernetzen Sie sich bestmöglich, um konsistent zu agieren. Holen Sie sich Unterstützung bei Fragen, auf die Sie noch keine Antworten haben. Teamfähigkeit ist gefragt.
  • 2. Geben Sie den Mitarbeitern Zeit, sich in die neue Situation einzufinden und zu organisieren. Seien Sie ansprechbar. Hören Sie zu, welche Fragen und Ideen die Mitarbeiter jetzt gerade beschäftigen. Wir empfehlen die Methode des aktiven Zuhörens: das Gesagte mit eigenen Worten zusammenfassen, auf Zwischentöne achten, die Emotionen des Gesprächspartners spiegeln.
  • 3. Setzen Sie Prioritäten. Machen Sie klar, worauf es jetzt besonders ankommt. Was ist der erste Schritt? Was ist Ihre minimale Anforderung zu Beginn?
  • 4. Rechnen Sie mit Einschränkungen. Ihre Mitarbeiter müssen sich eventuell noch um ihre Kinder kümmern. Zeigen Sie Verständnis, wechseln Sie die Perspektive – hier ist Empathie und Verständnis gefragt.
  • 5. Sie oder Ihr Team stehen vor Fragestellungen, die Sie derzeit nicht lösen können? Lassen Sie sich persönlich oder im Team coachen. Viele Themen lassen sich schon in 60 bis 90 Minuten per Telefon oder virtuellem Coaching lösen.
  • 6. Geben Sie allen Mitarbeitern größtmögliche Orientierung durch aktuelle, zeitnahe und transparente Kommunikation. Kommunizieren Sie jedoch nur das Nötigste, um einer Informationsflut vorzubeugen. Seien Sie für Rückfragen ansprechbar.
  • 7. Seien Sie ehrlich und klar. Wenn Sie zum Beispiel Kurzarbeit anmelden müssen, sagen Sie es Ihren Mitarbeitern zeitnah, direkt und ungeschönt.
  • 8. Bieten Sie auch Ihren Kunden Orientierung und Sicherheit, soweit möglich. Gehen Sie auf deren Bedürfnisse ein, indem Sie den Kontakt halten und flexible Lösungen bieten. Das können etwa zusätzliche Kommunikationskanäle sein. Mit Verständnis, Empathie und konstruktiven Lösungen binden Sie Ihre Kunden.
  • 9. Suchen Sie aktiv die Chancen, die die aktuelle Situation für Sie bietet. Wie können Sie diese für die Zukunft nutzbar machen, beispielsweise für die Digitalisierung von Prozessen, für Innovationen, neue Arbeitszeitmodelle, Vernetzungsmöglichkeiten?
  • 10. Beteiligen Sie Ihre Mitarbeiter an dieser Chancensuche, wenn sie im Homeoffice nicht ausgelastet sind. Bekanntermaßen ist Langeweile der beste Kreativitätsbooster. Was kann jetzt gemacht werden, wofür sonst keine Zeit ist?