Freitag, 10.04.2020
Öffentlichkeitsarbeit im Internet: Der Mittelständler Starmix hat seine Produkte in humorvollen Videoclips vorgestellt.

Foto: Screenshot YouTube

Öffentlichkeitsarbeit im Internet: Der Mittelständler Starmix hat seine Produkte in humorvollen Videoclips vorgestellt.

Personal
Fachkräftemangel, Azubisuche und Produktvorstellung

Marketing mit Firmenvideo: So macht der Mittelstand auf sich aufmerksam

Mit Videos können Unternehmen der Öffentlichkeit einen Einblick in den Betrieb geben und ihre Bekanntheit steigern. Die Produktion muss dabei weder aufwendig noch teuer sein. Wir zeigen Ihnen drei Videos und fragen die Macher nach ihrer Motivation.

Der Mittelstand gilt allgemein als eher zurückhaltend was die Öffentlichkeitsarbeit betrifft. Das gilt nicht für die Unternehmen Weicon, Starmix und Peter Huber Kältemaschinenbau. Alle drei haben Firmenvideos gedreht und auf Youtube veröffentlicht – aus unterschiedlichen Gründen. Wir stellen Ihnen die Videos vor und befragen die Macher nach Aufwand, Kosten und Nutzen.

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Starmix: Produkttests mit Humor

 

Welchen Zweck wollten Sie mit dem Video erreichen?

Generell soll in der Versuchsreihe „Can it break?“, die aus mehreren eigenständigen Video-Episoden besteht, die neue „Starmix ISP iPulse Serie“ getestet werden. In diesem Video haben wir veranschaulicht, welche ungeheure Kraft entsteht, wenn man Vakuum mit Luftdruck verbindet, wie wir es bei unserem Sauger tun. Die Kraft im Inneren des kleinen Saugerbehälters ist so stark, dass ein Gewicht von 250 Kilogramm problemlos hochgehoben werden kann.

 

Wie aufwendig waren der Dreh und die Erstellung des Videos?

Inklusive der nötigen Nachdrehs haben wir circa sechs Drehtage gebraucht, die teilweise 14 Stunden lang waren. Wie viel Zeit wir für die Vor- und Nachbereitung insgesamt gebraucht haben, können wir nicht mehr genau sagen. In der Summe waren es bestimmt mehrere Wochen. Die Kosten für die Produktion sämtlicher Videos belaufen sich auf circa 22.000 Euro.

 

Haben Sie mit dem Video den geplanten Zweck erreicht?

Ja, die beiden „Can it break?“-Gastgeber, Wilhelm Star und Karl Mix, führten 2011 in jeder Episode auf humorvolle Weise Belastungstests mit dem neuen „iPulse“-Sauger durch und haben damit einen kleinen Kultstatus erreicht.

Weicon: Einblicke für Auszubildende

 

Welchen Zweck wollten Sie mit dem Video erreichen?

Wir haben schon einige Videos über die verschiedenen Abteilungen bei Weicon gemacht. In einem der kurzen Filme stellen einige unserer Auszubildenden ihre Aufgabenbereiche und Tätigkeiten im Unternehmen vor. Die Videos dienen dazu, Einblicke zu gewähren und Interessenten Informationen an die Hand zu geben, die nicht über andere Medien, wie eine Informationsbroschüre, vermittelt werden können. Beispielsweise dienen sie dazu, die Stimmung und die Atmosphäre hier im Unternehmen zu transportieren – das geht am besten mit einem Video.

 

Wie aufwendig waren der Dreh und die Erstellung des Videos?

Die Vorbereitung des Videos bestand in erster Linie in der Erstellung eines Drehbuchs. Da wir unsere Videos komplett selbst produzieren und alle Darsteller auch wirklich bei uns tätig sind, entstanden keine zusätzlichen Kosten. Vom zeitlichen Aufwand kann man ungefähr mit einer Woche rechnen. Ein Tag zur Erstellung des Drehbuchs, ein bis zwei Drehtage und zwei Tage für die Nachproduktion und den Schnitt.

 

Haben Sie mit dem Video den geplanten Zweck erreicht?

Ja, wir sind mit der Resonanz auf unsere Videos sehr zufrieden. In Gesprächen mit Bewerbern wird immer wieder deutlich, wie positiv die Einblicke ins Unternehmen aufgenommen werden. Die Auszubildenden aus dem Video wurden auch schon auf Azubi-Messen angesprochen und fühlen sich wie kleine Prominente, weil sie erkannt und auf das Video angesprochen wurden. Bewegtbild hilft uns sehr, unser Unternehmen vorzustellen und unser positives Image weiter zu stärken.

Peter Huber Kältemaschinenbau: Marekting mit Musik

Welchen Zweck wollten Sie mit dem Video erreichen?

Hier in der Ortenau gibt es viele innovative und interessante Unternehmen. Wir stehen bei einer aktuellen Vollbeschäftigung im Wettbewerb mit all diesen tollen Firmen. Die Arbeitgeberattraktivität ist daher wichtig für uns. Für die Suche nach Fachkräften gehen wir auch mal ganz freche Wege. Mit dem Video wollten wir die junge Generation für uns begeistern und letztlich für unser Unternehmen gewinnen. Es geht um die Themen Recruiting und Imagepflege und dabei sollen Werte und Emotionen besetzt werden: „Coole Socken, coole Firma – als Familienbetrieb, können wir gemeinsam viel erreichen.“

 

Wie aufwendig waren der Dreh und die Erstellung des Videos?

Für die Produktion haben wir eng mit dem Offenburger Sozialarbeiter Claudio Esposito zusammengearbeitet, der den Songtext geschrieben und sämtliche Abläufe geplant hat. Für den Dreh des Videos war ein Produktionstag angesetzt, und das hat auch gut geklappt. Die anschließende Erstellung, also die Datenverarbeitung (Auswahl der Szenen, Schneiden, Song unterlegen), hat dann noch mal ein paar Stunden gebraucht. Nachträglich haben wir noch eine englische Variante bei Claudio Esposito dazu gebucht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war sehr fair. 

Haben Sie mit dem Video den geplanten Zweck erreicht?

Oh ja, wir haben schon sehr viel positive Rückmeldungen erhalten. In der Summe wurden die beiden Sprachvarianten in den sozialen Medien über 30.000-mal angeklickt. Wir haben den Song zudem live auf unserer Weihnachtsfeier und auf einer Cannabis-Messe in Las Vegas aufgeführt. Die persönlichen Rückmeldungen – auch von den Bewerbern waren durchweg positiv. Wir planen gerade, Videospots für die lokale Kinoszene nachzulegen.