Dienstag, 27.12.2016
Mehr im Geldbeutel: Ab 2017 steigt der Mindestlohn um 34 Cent auf 8,84 Euro.

Fotoquelle: Gregory Lee/Thinkstock/Getty Images

Mehr im Geldbeutel: Ab 2017 steigt der Mindestlohn um 34 Cent auf 8,84 Euro pro Stunde.

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Mindestlohn: Das ändert sich im neuen Jahr

Mit Beginn des Jahres 2017 erhöht sich der Mindestlohn in Deutschland um 34 Cent. Gleichzeitig läuft die Übergangsfrist aus, wonach in einzelnen Branchen weniger als 8,50 Euro bezahlt werden darf.

Zum 1. Januar 2017 erhöht sich der Mindestlohn auf 8,84 Euro pro Stunde, damit steigt er um 34 Cent. Zum 31. Dezember 2016 endet auch eine Übergangszeit, wonach Branchenmindestlöhne nicht niedriger sein dürfen als der allgemeine Mindestlohn. Ab dem 1. Januar 2017 müssen diese mindestens 8,50 Euro betragen.

Der Mindestlohn gilt für alle volljährigen Arbeitnehmer, außer für Langzeitarbeitslose nach einer Arbeitsaufnahme in den ersten sechs Monaten. Schon seit 2015 gilt der Mindestlohn auch für Praktikanten, die mindestens 8,50 Euro pro Stunde verdienen müssen. Dies führte laut einer Untersuchung des Ifo-Instituts und des Personaldienstleisters Randstad aber dazu, dass fast jedes zweite Unternehmen, das zuvor Praktikanten suchte, seine Bemühungen eingestellt hat.

Eine Mindestlohnkommission aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern legt die Höhe alle zwei Jahre auf Grundlage eines durchschnittliches Stundenlohns neu fest. Die Abschlüsse, die seit Anfang 2015 wirksam wurden, belaufen sich auf ein Plus von 3,2 Prozentpunkten. Umgerechnet auf den Mindestlohn würde dieser damit auf 8,77 Euro ansteigen.

Der Wert von 8,84 Euro kommt zustande, weil in die Berechnung auch noch der Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst eingeflossen ist. Die Einigung sieht vor, dass die mehr als zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen in zwei Stufen bis 2017 4,75 Prozent mehr Lohn bekommen. Seitdem 1. März 2016 erhalten sie 2,4 Prozent mehr Geld und ab dem 1. Februar 2017 weitere 2,35 Prozent mehr. Auszubildende sollen in zwei Stufen insgesamt 65 Euro mehr bekommen.