Mittwoch, 21.08.2013
Personal
Nachhaltigkeit im Unternehmen

Mit Nachhaltigkeit zu mehr Fachkräften

Die meisten Angestellten in Industrie- und Schwellenländern wollen in einem „grünen“ Unternehmen arbeiten. Das Thema Nachhaltigkeit wird zu einem integralen Bestandteil auf der Suche nach neuen Fachkräften.

Bei der Rekrutierung von Arbeitskräften spielt das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Weltweit verzichten sogar 15 Prozent der Angestellten in den Industrie- und Schwellenländern auf ein höheres Gehalt, um für ein „grünes“ Unternehmen zu arbeiten. Das sind die Ergebnisse einer globalen Studie zum Stellenwert von Nachhaltigkeit bei Arbeitnehmern der internationalen Managementberatung Bain & Company. Eine glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie fließt bei mehr als der Hälfte der unter 40—Jährigen in den Entscheidungsprozess bei der Wahl des Arbeitgebers mit ein.

Fachkräfte: Umweltgerechtes Verhalten hat hohen Stellenwert

70 Prozent der Befragten erklärten, dass sie heute stärker als noch vor drei Jahren auf umweltgerechtes Verhalten und faire Arbeitsbedingungen achten. Den höchsten Stellenwert haben Arbeitsschutz, Verzicht auf Kinderarbeit, Senkung der Emissionen sowie umweltgerechtes Verhalten im Alltag. Allerdings ist nur ein Drittel der Befragten hinsichtlich dieser Kriterien zufrieden mit den Leistungen ihres Arbeitgebers. „Angestellte achten mittlerweile genau darauf, ob und inwieweit Ankündigungen in Sachen Nachhaltigkeit auch Taten folgen“, sagt Dr. Henrik Naujoks, Partner bei Bain & Company und Co-Autor der Studie.

Nachhaltigkeit als „integralen Bestandteil“

Aus der Studie geht des weiteren hervor, dass Unternehmen mit einer besonders engagierten Belegschaft ihre Umsätze mehr als doppelt so schnell steigern können als andere. Unternehmen sollten sich den Enthusiasmus der Beschäftigten „zunutze machen“, so Naujoks weiter. Dazu müssten die Unternehmen Nachhaltigkeit als „integralen Bestandteil ihres Kerngeschäfts“ verstehen, anstatt das Thema noch länger als  CSR-Initiative zu behandeln. Für die Umfrage wurden knapp 750 Beschäftigten in Brasilien, China, Deutschland, Großbritannien, Indien und den USA befragt.