Mittwoch, 06.03.2013
Mitarbeiter fühlen sich nicht so stark gebunden wie das Firmen gerne hätten. Diese sind zumeist selbst schuld.

Quelle: Benjamin Thorn/pixelio.de

Mitarbeiter fühlen sich nicht so stark gebunden wie das Firmen gerne hätten. Diese sind zumeist selbst schuld.

Personal
Mitarbeiterbindung

Mitarbeiterbindung zu schwach ausgeprägt

Die Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, ist für die meisten Firmen ein Topthema. Allerdings unternehmen sie zu wenig, um nachhaltigen Erfolg zu erzielen.

Eine langfristige Bindung des Mitarbeiters an das Unternehmen ist für 46 Prozent der Unternehmen wichtig ist. Allerdings lassen die Bemühungen der Firmen bis heute zu wünschen übrig. In Zeiten des Fachkräftemangels kann das ein großer Stolperstein auf dem Weg zum langfristigen Unternehmenserfolg sein. Die wichtigsten Stellschrauben sind ein gutes Betriebsklima, eine hohe Reputation des Unternehmens und eine ansprechende Entlohnung des Mitarbeiters.

Mitarbeiterbindung: Theorie und Praxis klaffen auseinander

Für 93 Prozent der Mitarbeiter ist ein gutes Miteinander wichtig – doch nur 70 Prozent der Unternehmen geben an, über ein gesundes Betriebsklima zu verfügen. Ähnlich stellt sich die Lage beim Ruf der Firma dar: Hier wissen zwar rund drei Viertel der Befragten, dass dies von entscheidender Bedeutung für die Personalbindung ist – allerdings spricht nur etwas mehr als die Hälfte der Mitarbeiter ihrem Arbeitgeber eine hohe Reputation zu. Diese Ergebnisse hat das Institut für Beschäftigung und Employability im „HR-Report 2012/13“ zusammengefasst. Wichtiger geworden ist die Entlohnung. Dass ein marktgerechter Lohn entscheidend ist, steht für 77 Prozent der Befragten außer Frage. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 57 Prozent gewesen.

Der einzige Punkt, bei dem Wunsch und Wirklichkeit nicht auseinander klaffen, ist ein flexibles Arbeitszeitmodell. Hier scheinen die Unternehmen ihre Hausarbeiten gemacht zu haben: Stellenwert und Grad der Umsetzung liegen deckungsgleich. Wichtiger geworden sind die Karriereperspektiven, die jeden zweiten Arbeitnehmer beschäftigen (2011 waren es 27 Prozent). Weniger entscheidend zeigt sich die Sozialbetreuung: Der Wert sank von50 auf 41 Prozent Zustimmung.
60 Prozent der Firmen sehen eine Mangel an Fachkräften auf sie zukommen, gleichzeitig nimmt die Zahl derer ab, die keine Probleme mit der Rekrutierung haben. Wer einstellt, sucht vor allem im Internet oder lässt sich von Mitarbeitern neue Kräfte empfehlen. Diese kommen zu 56 Prozent aus der Region, in dem das Unternehmen sitzt. Weltweit suchen 18 Prozent der Firmen.
Für den HR-Report befragt das IBE Entscheider aus Unternehmen in allen Branchen sowie aus öffentlichen Verwaltungen. 2013 haben 714 Entscheider aus dem deutschsprachigen Raum an der Studie teilgenommen.

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