Montag, 16.07.2012
Personal
Fachkräftemangel

Mitarbeitergruppen erschließen

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. Wer Mitarbeitergruppen wie Ausländer und Rentner gezielt fördert, kann den Fachkräftemangel verringern. Aber nur wenige Unternehmen tun das.

80 Prozent aller Unternehmen in Deutschland beschränken sich bei der gezielten Mitarbeiter-Förderung ausschließlich auf die Förderung von Frauen. Andere Mitarbeitergruppen, wie ältere oder ausländische Mitarbeiter, sind hierbei nicht im Fokus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Beratungsgesellschaft Roland Berger. Die Integration älterer Mitarbeiter bleibt beispielsweise in den meisten Fällen unbeachtet. Um ungeschöpftes Potential zu heben, ist es der Studie zufolge entscheidend, gerade auch ausländische Mitarbeiter gezielt zu fördern. Sie verfügen häufig über Wissen über ihre Heimatmärkte, das auch für die Arbeitgeber nützlich sein kann. Außerdem bringen sie die notwendigen Sprachkenntnisse mit, damit Firmen neue Märkte für sich erschließen können.

Wenig Erfahrungen

Nur die wenigsten Unternehmen messen jedoch den Erfolg der Fördermaßnahmen. Aus diesem Grund kann auch nicht eingeschätzt werden, wie erfolgreich die Maßnahmen in der täglichen Praxis sind. Experten von Roland Berger gehen jedoch davon aus, dass das Einsparpotenzial bei einer konsequenten Umsetzung des Instruments für die deutsche Wirtschaft bei rund 21 Milliarden Euro im Jahr liegt.  Zurzeit geben deutsche Unternehmen im Durchschnitt 2,3 Millionen Euro pro Jahr für D&I-Programme aus. In 76 Prozent der Firmen gibt es  D&I-Manager und -Teams. 40 Prozent sind der Auffassung, dass es von enormer Bedeutung ist, gemischte Teams in einem Unternehmen zu haben.  Allerdings ergreifen weniger als 20 Prozent der Unternehmen überhaupt Maßnahmen in diesen drei Bereichen.

Quelle: Roland Berger, Markt und Mittelstand

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