Freitag, 23.08.2013
Personal
Wettbewerb

Mittelständische Unternehmen unter Druck

Der Wettbewerbsdruck auf mittelständische Unternehmen in Deutschland wächst immer weiter. Neben Konkurrenten aus dem Inland üben vor allem Unternehmen aus Mittel- und Osteuropa Druck aus.

Mittelständische Unternehmen in Deutschland spüren den wachsenden Druck der Konkurrenz. Wie eine Spezialauswertung des KfW-Mittelstandspanels zeigt, sahen sich zwei von drei deutschen KMUs in den vergangenen fünf Jahren einem wachsenden Wettbewerb ausgesetzt – und mit einer Verbesserung der Lage ist nicht zu rechnen. Ursache für die verschärfte Wettbewerbslage ist vor allem steigende Konkurrenz aus dem Inland. International üben vor allem die Unternehmen aus Mittel- und Osteuropa Druck aus – sie werden erstmals als härteste Mitbewerber wahrgenommen (35 Prozent aller Nennungen). An zweiter Stelle folgen Konkurrenten aus dem westeuropäischen Mittelstand (29 Prozent).

Die wachsende Konkurrenz macht sich vor allem durch einen immer intensiver werdenden Preiskampf bemerkbar. Nahezu alle mittelständischen Unternehmen mit ausländischen Wettbewerbern und 79 Prozent aller Mittelständler mit primär deutschen Wettbewerbern sind davon betroffen. Weitere Folgen sind höhere Anforderungen an die unternehmerische Flexibilität und Arbeitsgeschwindigkeit sowie ein zunehmender Qualitätswettbewerb.

Mittelständische Unternehmen reagieren

Als Reaktion auf die gesteigerten Anforderungen fokussieren die KMUs ihre Strategie verstärkt auf Faktoren wie Qualitätsverbesserung, Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Preisanpassung. Dies geht allerdings zu Lasten der Entwicklung neuer Produkte.

Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, kommentiert die Ergebnisse des KfW-Mittelstandspanels: „Die aktuell hohe Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes ist keineswegs ein Selbstläufer. Vor dem Hintergrund nachlassender Innovationskraft und noch immer zu geringer Investitionen ist die Ausrichtung der Unternehmen an Kostensenkung und Preisanpassung mit Sorge zu betrachten. Die Orientierung an Qualität verspricht dagegen nachhaltigen Erfolg. Für die Sicherung einer starken Wettbewerbsposition auf den internationalen Märkten sind Innovationen, Investitionen und Internationalisierung die entscheidenden Faktoren.“

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