Dienstag, 21.08.2012
Personal
Arbeitszeitmodelle

Nachgefragt: Flexible Arbeitszeitmodelle

Flexible Arbeitszeitmodelle spielen in der Personalpolitik eine immer bedeutender Rolle. Wir haben Mittelständler gefragt, was sie ihren Mitarbeitern anbieten.
Dr. Isabella Heidinger, Leitung Diversity Management bei Weleda"Wenn Mitarbeitende ihre Arbeitszeit flexibel und selbstverantwortlich einteilen können, haben sie mehr Freiraum, ihre beruflichen und persönlichen Lebensfelder zu gestalten und damit auch eine bessere Chance, sie miteinander zu vereinbaren. Die Weleda AG bietet deshalb seit 2007 Vertrauensarbeitszeit an. Inzwischen nimmt mehr als ein Drittel der Mitarbeitenden nicht mehr an der elektronischen Zeiterfassung teil." (Foto: Weleda AG)Ob Homeoffice, Vertrauensarbeitszeit, Job-Sharing, es gibt viele Möglichkeiten, seinen Mitarbeitern die Gestaltung der Arbeitszeiten zu erleichtern. Wir haben im Mittelstand nachgefragt. (Foto: Regus)Daniela Jauch, Human Resources Senior Manager Germany bei Gambro„Auch vor Gambro macht der demografische Wandel keinen Halt. Unser Schichtmodell passt sich diesen neuen Erfordernissen an. Ein vorwärts rotierendes Modell, das auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert, ist unsere Lösung. Es ist gekennzeichnet durch Schichtblöcke von fünf Tagen mit maximal zwei Tagen in der gleichen Schicht – Früh-, Spät-, Nachtschicht. Zwischen den Blöcken haben die Mitarbeiter drei bis vier Tage frei, in denen sie sich erholen können. Zunächst können wir so bei 120 Mitarbeitern gesundheitliche und/oder soziale Beeinträchtigungen reduzieren.“ (Foto: Gambro Dialysatoren GmbH)Dr. Peter Köhler, Vorstandssprecher von Weidmüller„Kollegen über 57 Jahre zählen bei uns keinesfalls zum alten Eisen – ganz im Gegenteil. Um möglichst lange von ihrem Wissen und ihrer Expertise zu profitieren, unterstützen wir erfahrene Mitarbeiter mit verschiedenen Angeboten, so dass sie ihren Beruf fit, ausgeglichen und damit produktiv bis zur Rente ausüben können. Neben Gesundheitsprogrammen bieten wir zum Beispiel auch flexible Arbeitszeitmodelle: Mitarbeiter ab 57 können von einem Vollzeit- in einen Teilzeitvertrag wechseln, in dem sie zunächst drei Monate ganztägig tätig sind und anschließend für weitere drei Monate von der Arbeitszeit freigestellt werden.“ (Foto: Weidmüller Interface GmbH & Co. KG)Dr. Arne Brüsch, CEO der DATRON AG"Die DATRON AG legt großen Wert auf flache Hierarchien, kurze Wege und kreative Entscheidungsprozesse. Mitarbeiterfürsorge heißt für uns, den Einklang von Familie und Beruf aktiv zu fördern. So gehört für uns u.a. das Jobsharing mit eng verzahnten und flexiblen Arbeitszeiten zwischen Teilzeitkräften in den kundennahen Abteilungen wie Vertrieb, Empfang zu den zentralen Aspekten partizipativer Mitarbeiterführung." (Foto: DATRON AG)

2022 © Markt und Mittelstand · Alle Rechte vorbehalten.

Der Newsletter für Unternehmer – jeden Donnerstag in Ihr Postfach

NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN