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Studien & Forschung > Arbeitswelt > Homeoffice und Familie

Studie aus 38 Ländern: Mehr Nachwuchs durch mobiles Arbeiten

| Markt und Mittelstand / red. | Lesezeit: 2 Min.

Eine neue Studie zeigt, dass Paare im Homeoffice häufiger Kinder bekommen, weil flexible Arbeit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert.

Homeoffice verändert den Familienalltag: Flexible Arbeit kann die Entscheidung für Kinder begünstigen. (Foto: shutterstock)

In Haushalten, in denen mindestens an einem Tag pro Woche im Homeoffice gearbeitet wird, liegt die Geburtenrate im Schnitt um 14 Prozent höher als in Haushalten ohne Homeoffice. Das entspricht etwa dem Effekt, dass jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens ein zusätzliches Kind bekommt im Vergleich zu Frauen ohne Homeoffice.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des ifo Instituts und der Universität Stanford, die 38 Länder untersucht. „Der Effekt ist am stärksten, wenn beide Partner im Homeoffice tätig sind. Das betrifft sowohl die bereits geborenen als auch die geplanten Kinder“, erklärt ifo-Forscher Mathias Dolls.

Besonders deutlich zeigt sich der Zusammenhang in den USA: Arbeiten beide Partner mindestens einen Tag pro Woche von zu Hause aus, liegt die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau um 18 Prozent höher als bei Paaren ohne Homeoffice. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein breiterer Zugang zu Homeoffice die Geburtenrate steigern kann – vermutlich, weil sich der zeitliche und organisatorische Aufwand für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verringert“, so Dolls.

„Die zusätzliche Flexibilität durch Homeoffice könnte es mehr Menschen ermöglichen, ihre gewünschte Familiengröße tatsächlich umzusetzen. Würde die Homeoffice-Quote in Deutschland auf das Niveau der USA steigen, könnten jährlich rund 13.500 zusätzliche Geburten erwartet werden“, sagt Dolls. „Allein wird Homeoffice die demografischen Herausforderungen nicht lösen, kann aber dazu beitragen, den Rückgang der Geburtenraten zumindest teilweise abzufedern.“

Die Studie basiert auf Umfragedaten aus 38 Ländern im Rahmen des Global Survey of Working Arrangements. Untersucht wurden Personen im Alter von 20 bis 45 Jahren. Analysiert wurde der Zusammenhang zwischen der Verbreitung von Homeoffice einerseits und der tatsächlichen Geburtenrate zwischen 2023 und 2025, den geplanten Kinderzahlen sowie der Geburtenentwicklung über den gesamten Lebensverlauf andererseits.

Quelle: ifo-Institut

 

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