Donnerstag, 16.06.2011
Personal

Personalabteilungen verschenken Potenzial

Zwei Drittel der Prozesse in deutschen Personalabteilungen könnten optimiert werden. Nur 33 Prozent des Potenzials werden überhaupt ausgeschöpft. Das ergeben Marktbeobachtungen der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting. Betroffen sind vor allem mittelständische Unternehmen.

Zwei Drittel der Prozesse in deutschen Personalabteilungen könnten optimiert werden. Nur 33 Prozent des Potenzials werden überhaupt ausgeschöpft. Das ergeben Marktbeobachtungen der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting. Betroffen sind vor allem mittelständische Unternehmen.

Routine bremst

Meist stehen reine Routinearbeiten wie zum Beispiel eine korrekte Gehaltsabrechnung ganz oben auf der Agenda der Personalabteilungen. Wichtige strategische Aufgaben kommen dabei ins Hintertreffen. Unter diesen zeitaufwändigen Routineprozessen leidet vor allem die Arbeit der Personalabteilungen in kleinen und mittelständischen Betrieben. Die Personaler müssen meist viele Routinearbeiten erledigen, die überwiegend auch automatisiert werden könnten. Dadurch fehlt auch der persönliche Kontakt. „Viele Personaler kennen die Mitarbeiter, die sie zu betreuen haben, häufig nur von der Faktenlage vom Schreibtisch. Man hört und sieht sie nicht. Eine gute Personalabteilung ist aber nicht lautlos, sondern man spürt ihre Arbeit im ganzen Betrieb“, sagt Sven Fitz, Principal Consultant bei Steria Mummert Consulting. Hinzu kommt: Die Arbeitsabläufe sind oft nicht klar genug definiert und Entscheidungswege zu lang.

Kostensenkungen möglich

Unternehmen sollten deshalb die Abläufe in ihren Personalabteilungen auf den Prüfstand stellen. So empfiehlt sich zum Beispiel eine Rollenaufteilung zwischen zuliefernden und wertschöpfenden Tätigkeiten. „Eine Neuaufstellung der Prozesse ermöglicht zum einen Kostensenkungen. Zum anderen schafft sie für die Personalmitarbeiter Freiräume, sich auf die immer anspruchsvolleren strategischen Aufgaben zu konzentrieren, nämlich qualifizierte Fachkräfte zu finden, die Mitarbeiter zu fördern und zu halten“, sagt Fitz.

Quellen: Steria Mummert, Markt und Mittelstand

 

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