Mittwoch, 06.06.2012
Personal
Auftragseingang in der Industrie

Rückprall bei Industrieaufträgen

Um 1,9 Prozent sind die Auftragseingänge in der Industrie im April im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Die Zahl der Großaufträge liegt derzeit auf unterdurchschnittlichem Niveau.

Im März hatten die Aufträge noch mit 3,2 Prozent deutlich zugenommen. Der Nachfragerückgang im April beruhte auf einer deutlichen Abnahme der Bestellungen aus dem Ausland um 3,6 Prozent. Die Inlandsbestellungen legten hingegen um 0,4 Prozent zu.

Bei den Herstellern von Konsum- und Investitionsgütern sind die Aufträge mit minus 5,0 Prozent und 3,3 Prozent am stärksten zurückgegangen. Die Produzenten von Vorleistungsgütern konnten dagegen ein Auftragsplus von 0,9 Prozent verzeichnen. „Der spürbare Rückgang der Industrieaufträge im April ist auch als Rückprall nach dem kräftigen, durch Sonderfaktoren überzeichneten Zuwachs an Bestellungen im Vormonat zu werten“, heißt es in der Pressemitteilung des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Zweimonatsvergleich positiver

Im Zweimonatsvergleich März/April gegenüber Januar/Februar nahmen die Auftragseingänge in der Industrie hingegen um 2,6 Prozent zu. Den Vorjahresstand unterschritten die Industrieaufträge im März/April um 2,0 Prozent. Die Inlandsbestellungen stiegen im Zweimonatsvergleich um 1,5 Prozent und die Auslandsbestellungen um 3,4 Prozent an. Dabei nahmen die Bestellungen aus der Eurozone um 1,7 Prozent ab, während die Bestellungen aus Ländern außerhalb der Eurozone um 6,6 Prozent zunahmen.

Die stärksten Nachfrageimpulse in der Industrie erhielten die Investitionsgüterproduzenten mit 4,7 Prozent. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern schwächte sich mit minus 0,7 Prozent dagegen leicht ab.

Quellen: BmWi, Markt und Mittelstand