Mittwoch, 28.12.2011
Personal
Burnout-Prävention

Stress kostet Unternehmen Geld

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen wird sich 2012 verstärkt den Themen Stressbekämpfung und Burnout-Prävention widmen. Bislang sei das Thema im Arbeitsministerium "viel zu kurz gekommen."

Wirtschaft und Gesellschaft verlieren durch stressbedingte Ausfälle. Beispielsweise scheide jeder dritte Frührentner wegen Überlastung aus dem Berufsleben aus. 27 Milliarden Euro kosten jedes Jahr die Behandlungen für stressbedingte psychische Krankheiten.on der Leyen plant aus diesen Gründen, 2012 eine Initiative zu starten, um psychische Überlastung im Beruf zu bekämpfen. Geplant ist eine “breit angelegte Kampagne” mit Tarifpartnern, Sozialversicherungsträgern und Länderexperten, in der Maßnahmen gegen berufsbedingte psychische Belastungen bekämpft werden sollen.

Zwar sind schon deutlich mehr Unternehmen für das Thema sensibilisiert als noch vor einem Jahr, aber immer noch ließen sieben von zehn Unternehmen das Thema “aus Unwissenheit oder Hilflosigkeit” schleifen, äußerte von der Leyen.

Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte Psychiater Johannes Kruse, dass er beide Seiten, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, in der Pflicht sehe. Erstrebenswert sei ein Betriebsklima, das es den Beschäftigten ermögliche, sich überhaupt zu öffnen. “Das ist schwierig in einer betriebsbedingten Abhängigkeitssituation”, sagte Kruse. Sinnvoll seien Präventionskurse, Workshops und Vorträge zur Stressbewältigung. Unternehmen könnten, so der Experte, intern psycholtherapeutische Beratung anbieten oder ihre Führungskräfte schulen, wie man Kritikgespräche einfühlsam führen sollte.

Quellen: F.A.Z., Markt und Mittelstand