Mittwoch, 03.08.2011
Personal

Studie: Unzufriedene Arbeitnehmer gefährden die Wettbewerbsfähigkeit

Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) macht sich Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Grund dafür ist die zunehmende Unzufriedenheit der Arbeitnehmer. Diese wirke sich negativ auf die Leistungsbereitschaft aus. „Die Ergebnisse können für Unternehmen langfristig fatal sein, wenn nicht endlich eine längst überfällige Debatte um bessere Arbeitsbedingungen in den Betrieben einsetzt“, glaubt Prof. Dr. Marcel Erlinghagen.

Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) macht sich Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Grund dafür ist die zunehmende Unzufriedenheit der Arbeitnehmer. Diese wirke sich negativ auf die Leistungsbereitschaft aus. „Die Ergebnisse können für Unternehmen langfristig fatal sein, wenn nicht endlich eine längst überfällige Debatte um bessere Arbeitsbedingungen in den Betrieben einsetzt“, glaubt Prof. Dr. Marcel Erlinghagen.

Dänen, Schweizer und Finnen am glücklichsten

In den vergangenen 25 Jahren ist die Arbeitszufriedenheit (gemessen auf einer Skala von 0 bis 10) im Durchschnitt von 7,6 Punkten auf 6,8 Punkte gefallen. Besonders stark zurückgegangen ist die Einschätzung bei älteren Beschäftigten. Dies ergab die Auswertung der jährlichen Haushaltsbefragung des Sozio-Oekonomischen Panels von 1984 bis 2009. Im europäischen Vergleich bewerten die Arbeitnehmer in Deutschland ihre Situation besonders schlecht. Nach Daten des European Social Survey (Stand 2006) belegt Deutschland nur den 18. Platz. Lediglich die Slowakei, Ukraine, Bulgarien und Russland erzielen noch niedrigere Werte. Die glücklichsten Arbeitnehmer sind dagegen in Dänemark, der Schweiz und in Finnland.

Hohe Belastung, geringe Lohnsteigerungen

Die Ursachen sehen die Forscher in zunehmender Arbeitsbelastung, Problemen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, geringen Lohnsteigerungen und wachsender Unsicherheit über die berufliche Zukunft. Dem müsse über eine entsprechende Lohnentwicklung, aber auch über Stressabbau und Vereinbarkeit von Familie und Beruf entgegengewirkt werden.

Quelle: IAQ, Markt und Mittelstand
Bildquelle: pixelio

 

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