Montag, 11.01.2021

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Über alle Branchen hinweg können nur 20 Prozent der Unternehmen die Arbeitszeit mobil erfassen.

Personal
Studie

Viel Homeoffice, aber wenig mobile Zeiterfassung

Die Corona-Pandemie legt offen, woran es in vielen Personalabteilungen beim Thema Digitalisierung noch fehlt.
Info

Studie COVID-19: Herausforderungen für den Personaleinsatz

 

Corona bleibt eine Herausforderung. Seit neun Monaten treibt das Virus auch die Personalplanung und Arbeitsorganisation vor sich her. Was lässt sich aus diesen Erfahrungen lernen und im kommenden Jahr nutzen?

 

Das INFORM Institut für Operations Research und Management untersucht in einer neuen Studie, wie sich die Hochphase der ersten Pandemie-Welle im März und April 2020 auf Arbeitsorganisation und Personalkapazitäten auswirkt. Wir stellen die Ergebnisse vor.

Arbeitszeiten müssen systematisch und lückenlos erfasst werden, so fordert es der Europäische Gerichtshof seit 2019. Deshalb ist die elektronische Zeiterfassung in Unternehmen längst Standard. Über alle Branchen hinweg setzen sie 77 Prozent der Befragten eines INFORM-Studie durchgehend ein. Weitere 17 Prozent nutzen sie zumindest teilweise.

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Lediglich sechs Prozent setzen keine elektronische Zeiterfassung ein. Bei Mittelständlern mit bis zu 500 Mitarbeitern sind es sogar 95 Prozent, die die zeitliche Schaffenskraft ihrer Belegschaft vollständig oder teilweise elektronisch auswerten.

Doch die Zahlen erwecken einen falschen Eindruck. Denn zum einen hat der Covid-19 Virus in vielen Branchen mehr als die Hälfte der Kollegen und Kolleginnen ins Homeoffice vertrieben. Zum anderen müssen im gewerblichen Bereich zur Begrenzung des Infektionsrisikos die Kontakte an den Zeiterfassungsgeräten minimiert werden. Der Zugriff über mobile Endgeräte wäre also eine sinnvolle Lösung hier wie dort.

Das Inform-Institut hat deshalb nachgefragt, wie fortschrittlich die Personaler bei diesem Thema aufgestellt sind. Das Ergebnis ist kein Ruhmesblatt des deutschen Digitalisierungsfortschrittes: Über alle Branchen hinweg können nur 20 Prozent der Unternehmen diese Zeiten mobil erfassen. Die Pharmaindustrie sowie Warentransport und -logistik liegen dabei über dem Durchschnitt.

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