Freitag, 24.02.2017
Per LKW: Ein Großteil des Rekord-Güterverkehrs war auch 2016 auf der Straße unterwegs.

Foto: Milos-Muller/Thinkstock/Getty Images

Per LKW: Ein Großteil des Rekord-Güterverkehrs war auch 2016 auf der Straße unterwegs.

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Statistik-Serie

Zahlen der Woche 8/2017: Rekorde über Rekorde

Exporte, Importe, Güterverkehr: Die Statistiken weisen für 2016 in gleich mehreren Bereichen Höchstwerte aus. Allerdings gibt es auch so viele nicht-besetzte Stellen wie nie zuvor. Unsere (Rekord-)Zahlen der Woche.

Wert der exportierten und importierten Waren (in Mrd. Euro)

1,21 Billion Euro …

… waren die Waren wert, die Deutschland im Jahr 2016 exportiert hat. Genau wie bei den Importen (954,6 Milliarden Euro) wurde damit laut Statistischem Bundesamt der bisherige Spitzenwert (jeweils aus dem Jahr 2015) übertroffen. Der deutsche Export-Überschuss von mehr als 250 Milliarden Euro – ebenfalls ein Rekordwert – wird von der Europäischen Union kritisch gesehen, Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, begegnet dem mit Gemeinplätzen: „Der deutsche Exportüberschuss ist ein Zeichen der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft, das Ergebnis der erfolgreichen Arbeit von Unternehmen und ihren Mitarbeitern.“


Güterverkehr 2016 in Deutschland (in Millionen Tonnen)

Knapp 4,6 Milliarden Tonnen …

… wogen die Güter, die im vergangenen Jahr über deutsche Schienen, Straßen, Wasserwege und durch den deutschen Luftraum bewegt wurden. Auch das ist laut Statistischem Bundesamt der höchste je gemessene Wert. Die Steigerung gegenüber dem Jahr 2015 um insgesamt 1,1 Prozent verteilt sich allerdings ungleichmäßig über die unterschiedlichen Verkehrswege. So stieg der Transport via Leitung (zum Beispiel Rohöl) und durch die Luft, während mit dem Zug weniger Güter transportiert wurden als im Vorjahr. 


Offene Stellen am ersten Arbeitsmarkt (in 1000)

1.044.000 offene Stellen …

vermeldet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für das vierte Quartal 2016. So viele freie Stellen hatte das IAB nie zuvor in seiner vierteljährlichen Statistik ausgewiesen. In Westdeutschland waren laut dem Report des Forschungsinstitutes der Bundesagentur für Arbeit gut 801.000 offene Stellen zu vergeben, in Ostdeutschland gut 242.000.


Kosten der Lohnfortzahlung (in Milliarden Euro)

53,9 Milliarden Euro …

… mussten die deutschen Arbeitgeber im Jahr 2015 insgesamt für ihre erkrankten Mitarbeiter aufwenden. Nach den Zahlen des Institutes der deutschen Wirtschaft stiegen damit die Kosten binnen eines Jahrzehntes auf das Doppelte. Die Autoren des Institutes sehen allerdings weniger einen gestiegenen Krankenstand als Schuldigen. Vielmehr lägen die gestiegenen Kosten an dem insgesamt höheren Lohnniveau sowie der zunehmenden Zahl Beschäftigter.


Punkte im Nielsen-Verbrauchervertrauens-Index (Top 8)

Quelle: Nielsen

101 Punkte …

… erreichte Deutschland im vierten Quartal im Verbrauchervertrauens-Ranking von Nielsen. Die Marktforscher untersuchen damit seit 2005 die wirtschaftliche Zufriedenheit und Zuversicht der Menschen in insgesamt 63 Ländern. Bislang hatte Deutschland nie so gut abgeschnitten, im Vorjahresquartal wurden 99 Punkte erreicht. Dabei bewerten die Deutschen (58 Prozent) vor allem die beruflichen Aussichten deutlich häufiger als gut als der europäische Durchschnitt (29 Prozent). Auch in der Gesamtwertung liegen europaweit lediglich vier Länder weiter vorne. Nur die Dänen (107 Punkte), die Tschechen (103 Punkte), die Schweizer (102 Punkte) und die Briten (102 Punkte) sind laut der Studie zuversichtlicher als die Deutschen.

Info

Täglich erreichen uns Studien, Statistiken und Auswertungen. Wir wollen diese in Zukunft sammeln und im Wochentakt die wichtigsten, interessantesten und skurrilsten vorstellen. Hier finden Sie einen Überblick über die bisherigen Teile der Serie.

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