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Studien & Forschung > Selbständige

Ifo-Jimdo-Index: Jeder dritte Selbständige erwartet 2026 schlechtere Geschäfte

| Thorsten Giersch | Lesezeit: 2 Min.

Das Wirtschaftswachstum mag 2026 nennenswert höher liegen als im Vorjahr, aber bei den Soloselbständigen und Kleinstunternehmen kommt das nicht an. Sagen sie zumindest selbst. Gründe gibt es einige.

Selbständige in der Krise Foto: Shutterstock
Die Stimmung unter Soloselbständigen bleibt angespannt: Der Ifo-Jimdo-Index signalisiert wachsende Unsicherheit trotz konjunktureller Erholung. Foto: Shutterstock

13.01.26  Thorsten Giersch 

Hinter den Selbständigen liegt ein schwieriges Jahr. Begleitet von steigender Unsicherheit bewegte sich die Stimmung der Selbständigen auf und ab.

 

ifo-Zahlen spiegeln Skepsis

Gut 35 Prozent der Selbständigen erwartet eine Verschlechterung der eigenen wirtschaftlichen Lage. Nur 14 Prozent rechnen damit, dass ihre Geschäfte dieses Jahr besser laufen werden als 2025. Das ergab eine Umfrage des Ifo Instituts. Die Hälfte von ihnen geht von einer unveränderten Situation aus. Damit ist die Skepsis bei Soloselbständigen und Kleinstunternehmen etwas ausgeprägter als in der Gesamtwirtschaft, wo 26 Prozent der Unternehmen für 2026 mit einer schlechteren Geschäftslage rechnen und 15 Prozent mit einer besseren. „Die Selbständigen starten mit mehr Sorge als Zuversicht in das neue Jahr“, sagt ifo-Expertin Katrin Demmelhuber. Zum Jahresende 2025 hat sich die Stimmung der Soloselbständigen und Kleinstunternehmen eingetrübt.

Unsicherheit steigt, Erwartungen sinken

Der „Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex“ sank im Dezember auf minus 23,7 Punkte, nach minus 19,8 im November. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen fielen schlechter aus. Zugleich nahm die Unsicherheit zu: 34 Prozent der Befragten fiel es schwer, ihre eigene Geschäftsentwicklung vorherzusagen. Damit ist die Unsicherheit unter Selbständigen deutlich höher als in der Gesamtwirtschaft, wo der Anteil im Dezember bei 24 Prozent lag. Zudem sehen sich einige Selbständige mit zunehmenden Finanzierungshürden konfrontiert: Im Vergleich zum dritten Quartal hat sich der Anteil der Selbständigen, die Schwierigkeiten beim Zugang zu Krediten melden, erhöht. Der Anteil derjenigen, die überhaupt Kreditverhandlungen führen, hat sich bei den Selbständigen leicht auf 10,9 Prozent erhöht und liegt damit deutlich unter dem Wert der Gesamtwirtschaft von 26 Prozent. Auch dort berichteten im Dezember mehr Unternehmen von Problemen beim Kreditzugang: Der Anteil stieg von 29 auf 35 Prozent.

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