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CEO-Macher: Top-Jobs für Strategieberater - so prägen McKinsey & Co. die Chefetagen

| The Economist

Strategen an der Spitze: McKinsey, BCG und Bain haben sich als Kaderschmieden für CEO-Posten etabliert – mit messbarem Erfolg.

Zeichnung eines Geschäftsmanns in Anzug
Ehemalige Strategieberater erobern die Chefetagen: Konzerne wie Alphabet, Coca-Cola oder Visa setzen zunehmend auf Topmanager mit Beratervergangenheit. (Foto: ki-generiert/MuM)

aus: The Economist

Kaum eine Berufsgruppe ist so häufig in den Chefetagen der US-Wirtschaft vertreten wie die Strategieberater von McKinsey, BCG und Bain. Nicht selten sitzt in der Vorstandsetage ein ehemaliger Kollege. Laut dem Datenanbieter Altrata haben 36 der CEOs der 500 wertvollsten US-Unternehmen eine Vergangenheit bei einem dieser drei Beratungshäuser – 2018 waren es noch 25. Große Namen wie Alphabet, Coca-Cola, Citigroup oder Visa werden heute von Ex-Beratern geführt. Doch machen sie ihren Job auch gut?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat The Economist auf Basis der Altrata-Daten eine Liste jener S&P-500-Unternehmen erstellt, die von ehemaligen McKinsey-, BCG- oder Bain-Beratern geführt werden oder wurden. Daraufhin wurde ein eigener Index gebildet, gewichtet nach Börsenwert, sowie ein Referenzindex, der die gleiche Branchenstruktur wie der Berater-Index aufweist.

Das Ergebnis: Ex-Berater liefern solide Renditen – aber nicht ohne Ausreißer

Seit Januar 2010 erzielten die von Ex-Beratern geführten Unternehmen eine kumulierte Gesamtrendite von 677 Prozent (inklusive Dividenden) – gegenüber 584 Prozent des Branchen-adjustierten Vergleichsindex (siehe Grafik). Zwar gab es auch spektakuläre Fehlgriffe: John Donahoe (ehemals Bain) bei Nike oder Laxman Narasimhan (ehemals McKinsey) bei Starbucks gelten als Beispiele misslungener Spitzenbesetzungen. Doch insgesamt scheint die Beraterlaufbahn ein nützlicher Trainingspfad für das Top-Management zu sein – besonders angesichts der Umbrüche der vergangenen fünf Jahre.

Beraterfirmen als CEO-Schmieden

Die drei großen Strategieberatungen rühmen sich seit jeher als Talentschmieden für Spitzenpositionen. Hochqualifizierte Absolvent/-innen durchlaufen in kurzer Zeit zahlreiche Projekte, vom Markteintritt bis zur Kostensenkung oder Serviceoptimierung. Meist verlassen sie die Firma nach wenigen Jahren – oft mit Unterstützung beim nächsten Karriereschritt.

McKinsey: Spitzenreiter unter den CEO-Schulen

Besonders McKinsey sticht in der Analyse hervor: Mit 24 aktuellen S&P-500-CEOs stellt das Unternehmen nicht nur die größte Gruppe. Auch im Performance-Vergleich schneiden McKinsey-Alumni am besten ab – sowohl absolut als auch im Verhältnis zur jeweiligen Branchenstruktur.

Für das Unternehmen, das seit 2023 rund 5.000 Mitarbeitende abgebaut hat und Marktanteile an Hauptkonkurrent BCG verloren hat, ist das zumindest ein psychologischer Lichtblick. Und für so manchen Klienten vielleicht ein Argument, sich einen ehemaligen Berater direkt ins Haus zu holen.

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Aus The Economist, übersetzt von der Markt & Mittelstand Redaktion, veröffentlicht unter Lizenz. Der Originalartikel in englischer Sprache ist zu finden unter www.economist.com

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