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Studien & Forschung > Infrastruktur & Technik

Brücken überwachen statt sperren: Wie günstige Sensorik Deutschlands Infrastruktur retten kann

| Markt und Mittelstand / red. | Lesezeit: 1 Min.

Neue Sensorik aus der Autoindustrie soll Brücken dauerhaft überwachen – präzise, langlebig und deutlich günstiger als Spezialtechnik.

Radarsensorik beim Brückenmonitoring
Günstiger Kasten: Forscher nutzen in Masse gefertigte Sensoren aus der Autoindustrie, um Brücken und Schienen zu überwachen. Das ist billiger als Spezialtechnik. (Foto: Fraunhofer IIS)

Viele Brücken in Deutschland sind in die Jahre gekommen. Sie werden regelmäßig überprüft, müssten aber dauerhaft überwacht werden, um Daten zu sammeln. Dann ließe sich genau bestimmen, wie lange eine Brücke noch hielte und wie groß der Sanierungsbedarf wäre.

Allein die spezielle Technik ist teuer. Doch es geht günstiger.

„Hohe Präzision, lange Lebensdauer, dauerhafte Belastung und Temperaturtoleranz von minus 40 bis plus 120 Grad Celsius? Da war die Antwort ganz klar: die Automobil-Sensorik“, sagt Christoph Sohrmann, Gruppenleiter am Fraunhofer IIS in Dresden. „Denkbar sind zum Beispiel sogenannte MEMS-Sensoren, bisher nur in Fahrzeugen oder auch Handys verbaut, die einen Bruch in den Spanndrähten von Spannbetonbrücken ‚hören‘ können.“

Im Einsatz sind auch Radarsensoren, ursprünglich entwickelt für autonomes Fahren. Die Kosten liegen Sohrmann zufolge, zwischen einem Zehntel und einem Hundertstel unter denen handelsüblicher Spezial-Sensoren. Die neue Technik wird jetzt an einer echten Brücke getestet. Auch Langzeituntersuchungen an Eisenbahnbrücken sind geplant. Das entsprechende Projekt startete gerade. Bisher arbeiteten die Forscher im Labor. 

 

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