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Ratgeber für den Alltag > Mittelstand & Transformation

Wie Genossenschaften, Digitalisierung und E-Rechnung den Mittelstand stärken

| Markus Algner | Lesezeit: 2 Min.

Offener Austausch und Bereitschaft, voneinander zu lernen, sind wichtig für die Zukunft des Mittelstands. Eine wesentliche Rolle können Genossenschaften spielen.

Das Datev-Gebäude in Nürnberg steht als Symbol für moderne Genossenschaften, digitale Souveränität und partnerschaftliche Transformation im Mittelstand. (Foto: shutterstock)

 

Hier, wo Mittelstand Zukunft macht, entscheidet sich täglich, ob Transformation Vertrauen gewinnt. Als Genossenschaft leben wir bei Datev das Prinzip „Zukunft gestalten. Gemeinsam.“ Der steuerberatende Berufsstand, seine Mandanten und wir als strategischer Partner, sitzen an einem Tisch – nicht, weil es modern klingt, sondern weil es wirkt. Aus dieser Haltung heraus habe ich mir als Chief Markets Officer vorgenommen, Brücken zu bauen: zwischen Regulierung und Praxis, zwischen neuer Technik und bewährten Werten, zwischen Geschwindigkeit und Verantwortung. 

Ich verstehe beide Seiten, die operative Realität in Kanzleien und Unternehmen sowie den langen Atem, den Veränderung braucht. Seit fast zwei Jahrzehnten arbeite ich bei Datev, zuvor habe ich zu Genossenschaften promoviert. Dieses Modell ist für mich mehr als eine Rechtsform. Es ist ein robustes Versprechen für morgen. Gerade in Zeiten knapper Ressourcen und wachsender Komplexität geben genossenschaftliche Netzwerke Halt – durch Teilhabe und Dialog jenseits von Quartalszahlen. Darum freue ich mich, dass wir in diesem Ressort die Stärke moderner Genossenschaften beleuchten: ihre Resilienz, ihre Rolle bei Unternehmensnachfolgen und ihren Beitrag zur digitalen Souveränität des Mittelstands. 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die E-Rechnung. Sie ist kein Verwaltungsakt, sondern der Zündfunke für durchgängige digitale Prozesse und ein entscheidender Schritt auf dem Weg der Digitalisierung im Mittelstand. Effizienz, Transparenz und Datenqualität steigen, Medienbrüche sinken. Wer jetzt startet, entlastet Fachkräfte und schafft Freiräume für Beratung, Vertrieb und Innovation. Mein Appell: Nicht auf Kulanzfristen starren, sondern Nutzen heben. Erfahrungen zeigen, dass die Umstellung gelingt, wenn Führung, IT und Steuerberatung gemeinsam vorgehen. Denn Fortschritt entsteht dort, wo Technik und Haltung zusammenkommen, im offenen Austausch und in der Bereitschaft, voneinander zu lernen. 

Wie es dem Mittelstand geht, zeigen Zahlen. Wichtiger noch sind die Geschichten dahinter. Wir bringen beides zusammen, sowohl Erkenntnisse aus einem Jahr Datev-Mittelstandsindex als auch Stimmen aus der Praxis. Wir verstehen unsere Rolle im Verbund als Übersetzer von Technologie in Nutzen und als Partner, der zuhört und liefert. Die Zukunft des Mittelstands entsteht nicht in einem großen Sprung, sondern Schritt für Schritt – mit klaren Zielen, verlässlichen Partnerschaften und Lösungen, die im Alltag tragen. Wenn wir Innovation mit Haltung verbinden, bleibt der Mittelstand nicht nur anschlussfähig. Er gibt den Takt vor. 

Viel Freude bei der Lektüre des Ressorts ­Kunden & Märkte. 

Der Autor

Markus Algner ist seit Juli 2025 Chief Markets Officer bei Datev. Der promovierte Diplom-Kaufmann begleitet das Unternehmen seit fast 20 Jahren in verschiedenen Funktionen. In dieser Ausgabe betreut er Kunden & Märkte als Ressortleiter.

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