Markt und Mittelstand Studie: Nachfolge im Mittelstand


Vertrauen muss wachsen - Inhaber- und Nachfolgerbefragung zu Dauer, Umsetzung und Rollenverteilung

Den Erfolg eines Unternehmens zu sichern heißt auch, ein Unternehmen erfolgreich zu übergeben. Anders als die Entwicklung neuer Produkte, der Einkauf von Waren oder die Personalführung gehört die Übergabe nicht zum Alltagsgeschäft. Nein, die Regelung der Nachfolge ist DAS letzte große Projekt des Geschäftsführers. Mit ihr entscheidet sich, wie er Kollegen, Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden im Gedächtnis bleibt.

Eine erfolgreiche Übergabe kann ein Geschäftsführer nicht allein durchführen, es gehören immer zwei dazu. Sein Partner ist der Nachfolger: Er muss in die Arbeitsabläufe hineinwachsen, Strukturen des Unternehmens kennenlernen und alle Entscheidungen, die der Übergeber auf dem Weg bis zum Tag der Übergabe fällt, mittragen können. Das setzt viel Geduld, Vertrauen und Respekt füreinander voraus. Und gemeinsames Problembewusstsein.

Die vorliegende Studie „Nachfolge im Mittelstand“ hat daher beide Parteien unabhängig voneinander nach ihren Erfahrungen, Einschätzungen und der praktischen Umsetzung im Unternehmen befragt. Ein Ergebnis der Studie: Übergeber und Nachfolger sind für die gleichen Themen sensibilisiert – aber ihre Einschätzungen dessen, wie gut die Nachfolge bereits vorbereitet ist, gehen häufig auseinander. Insgesamt sind die Übergeber dabei zuversichtlicher als die Nachfolger.

Ein Problem ist vielfach die Zeit: Viele Unternehmer gaben auf Nachfrage an, Übergabeprozesse aufzuschieben, weil im Alltagsgeschäft dafür keine Zeit bleibe. Idealerweise jedoch beginnt der Nachfolgeprozess, wenn das Unternehmen wirtschaftlich optimal läuft und der Inhaber noch aktiv ist.