Freitag, 23.03.2018
Hier geht es um Repräsentation, nicht um Stückgutverkehr: Wer ein Cabriolet im Design eines leichten Panzerspähwagens schätzt, kann sich über den Evoque freuen.

Foto: Range Rover

Hier geht es um Repräsentation, nicht um Stückgutverkehr: Wer ein Cabriolet im Design eines leichten Panzerspähwagens schätzt, kann sich über den Evoque freuen.

Technologie
Very british, very eccentric

Das Range Rover Evoque Cabriolet im Geschäftswagen-Check

Das Range Rover Evoque Cabriolet ist ein Fahrzeug, das sich deutlich aus dem Alltag abhebt. Doch beim Fahren über regennasse Spurrillen auf der Autobahn zeigt sich die Vorderachse irritierend überfordert.

Image: Wer ein Cabriolet im Design eines leichten Panzerspähwagens schätzt, kann sich über dieses Fahrzeug freuen. Understatement und Individualität setzen sich über Massenstandards locker hinweg.

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Nutzen: Wuchtige Wagenklotze als Cabrios haben in der Geschichte des Automobilbaus Tradition. Bis ins erste Drittel des vorigen Jahrhunderts wurde der klassische Tourenwagen mit einem offenen Verdeck konstruiert. Beim Evoque ist die Grenze zwischen nutzvollem Fuhrparkwagen und Vehikel für die Chefetage überschritten. Ein mit 215 Litern sehr kleiner Kofferraum lässt den Wagen trotz Durchreiche in den Rücksitzen als Transporter für gewerblich genutzte Gepäckstücke ausscheiden. Hier geht es um Repräsentation, nicht um Stückgutverkehr. Der 2.0-Liter-TD4-Motor schiebt den 51.000 Euro teuren und 4,37 Meter langen Nobelengländer mit 180 PS an. Zur Auswahl für die drei Cabrio-Linien stehen drei Diesel von 150 bis 240 PS Leistung und ein Benziner mit 240 PS. Das zulässige Gesamtgewicht des Cabrios beträgt 2,47 Tonnen, ohne Beladung bringt der Wagen knappe 2 Tonnen auf die Wage.

Technik: Nanu, beim Fahren über regennasse Spurrillen auf der Autobahn zeigt sich die Vorderachse irritierend überfordert. Dafür entschädigt das bestens gedämmte Stoffverdeck. Warum zudem der große, runde Silberknopf auf der Mittelkonsole gar nicht – wie eigentlich bei allen Autoherstellern üblich – der Bedienung von Touchscreen und Entertainmentsystem dient, sondern als Ganghebel fungiert, erschließt sich dem kontinentaleuropäischen Nutzer nicht, sondern bleibt das Geheimnis der Angelsachsen.

Fazit: Der Evoque ist ein Fahrzeug, das sich deutlich aus dem Alltag abhebt. Das trutzburgartige Design polarisiert, verleiht dem Cabrio-SUV aber auch einen ganz eigentümlichen Stil.

Die Fahrzeuge wurden der Redaktion von den Herstellern zu Testzwecken zur Verfügung gestellt. Die technischen und Verbrauchsinformationen beruhen auf Herstellerangaben. 


Der Text gehört zu einem Thema aus der Markt-und-Mittelstand-Ausgabe 02/2018, die am 2. Februar 2018 erscheint. Hier können Sie das Heft bestellen und „Markt und Mittelstand“ abonnieren.