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Technologie > Trends für 2035

Die Doubles kommen: Digital Commons & Personal Twin: Unsere Datenwelt der Zukunft

| Markt und Mittelstand / red. | Lesezeit: 1 Min.

Datenbrillen, Personal Twins und Datenmärkte verändern 2035 das Leben – von Gesundheitsmodell bis Mikroökonomie des Alltags.

Weibliche Doubles mit Brillen
2035 entsteht eine neue Datenordnung: Digital Commons, Personal Twin und Mikroökonomien verändern Gesundheit, Alltag und Softwaremodelle. (Foto: ki)

von Markt und Mittelstand

2035 werden die großen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen der 20er-Jahre – um Dateneigentum, digitale Souveränität und informationelle Selbstbestimmung – eine neue Form des gesellschaftlichen Miteinanders hervorgebracht haben.

2031 starteten die Vereinten Nationen die „Digital Commons Authority“. Ihre Aufgabe: gerechte Verteilung, Nutzung und Schutz von Umgebungs- und Gesundheitsdaten. Die klobigen Brillen von 2025 sind verschwunden.

Was wir 2035 tragen, sieht aus wie Brillen mit einem kleinen Loch im oberen Bereich: der Kamera. Gekoppelt sind sie mit Smartwatches, die für die Mobilfunkverbindung zuständig sind.

Zwischen Firmen und Bürgern entsteht langsam eine Mikroökonomie der Datenlizenzierung. Brillenbesitzer können zum Beispiel Bilder öffentlicher Straßen an Navigationsdienste und Hersteller autonom fahrender Fahrzeuge verkaufen. Rechenzentren pflegen automatisierte „Model Bills of Materials“, die einen lückenlosen Herkunftsnachweis aller Datensätze und Bibliotheken bieten und bei jeder Softwareabnahme routinemäßig vorgelegt werden.

Auf dem Weg ist das Konzept des digitalen Zwillings. Alle persönlichen Daten werden hochverschlüsselt auf behördlich kontrollierten Daten-Trust-Servern gesichert. Der nächste Schritt wird gerade geplant: Jeder, der möchte, kann auf seiner Patientenkarte einen „Personal Twin“ installieren – ein digitales Modell des eigenen Körpers, das Gesundheitsdaten schützt, Krankheiten frühzeitig erkennt und Behandlungen individualisiert. Dies ermöglicht den reibungslosen Austausch von Untersuchungsergebnissen, genauso aber Notfallhilfe.

Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein.

Perikles

Trends für 2035

Kann man die Zukunft vorhersagen? Nein. Natürlich nicht. Aber jeder versucht genau das jeden Tag. Wir machen es uns nur nicht bewusst. Ständig entscheiden wir auf der Basis dessen, was wir für den wahrscheinlichsten Verlauf halten.

Wenn es nicht möglich ist, die Zukunft vorherzusagen, wir es jedoch ständig tun, wie hat der Homo sapiens die vergangenen 300.000 Jahre überstanden?

Die Wahrheit ist, wir sind sehr gut im Vorhersagen. Die Digitalisierung der Welt hat die Prophetie des Künftigen allerdings erschwert. Sie hat uns in eine vernetzte Gesellschaft gestoßen, in der unser Handeln mehr Folgen zeigt, die wir außerdem wesentlich intensiver sehen. Und wir bekommen mehr Kritik zu hören an dem, was wir da tun. 

Hier ein paar zu erwartende Trends 2035:

 

Die Doubles kommen: Digital Commons & Personal Twin: Unsere Datenwelt der Zukunft

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Deutschlands Comeback 2035: Wie Rüstung, E-Mobilität und Robotik die Wirtschaft neu erfinden

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Die Meldung erschien in unserer Print-Ausgabe Markt und Mittelstand im Dezember 2025.

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