Dienstag, 09.07.2019
Ganz schön bunt hier: Mithilfe von BIM lässt sich das Innere der Hausversorgung digital besichtigen.

Foto: Wolff & Müller

Ganz schön bunt hier: Mithilfe von BIM lässt sich das Innere der Hausversorgung digital besichtigen.

Technologie
Facility Management

Gewerbeimmobilien: Fachkräfte durch moderne Arbeitsplätze motivieren

Von der Kantine bis zur Arbeitsplatzgestaltung: Auch Facility-Management-Dienstleister sind von der Digitalisierung betroffen. Ihren Kunden wollen sie durch ihre Lösungen helfen, den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

Die Dienstleister für Facility-Management (FM) setzen bei der Bewirtschaftung von Gewerbeimmobilien vermehrt auf die Digitalisierung. Vom ersten Entwurf und dem Bau über die Bestandsverwaltung bis hin zur Renovierung oder zum Abriss einer Gewerbeimmobilie geschieht alles nach einem digitalen Plan. Mittelbar soll laut FM-Branche durch attraktive Immobilien auch der Fachkräftemangel bei den Kundenunternehmen entschärft werden.

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Besonders eindrucksvoll sind digitale Planungen bei neuentwickelten Gebäuden zu beobachten. Das zeigt das Beispiel des neuen Casinos am Entwicklungsstandort Weissach des Automobilherstellers Porsche. Hier kam im gesamten Projekt die BIM-Methodik (Building Information Management) zum Einsatz. Im digitalen Modell hatten die einzelnen Fachplaner und das Baustellenteam stets den aktuellen Stand aller Beteiligten im Blick. Auf diese Weise ließ sich neben den architektonischen Aufgaben die aufwendige technische Gebäudeausstattung für Haustechnik und Küchenplanung in zwei Jahren verwirklichen. Seit 2018 werden täglich 3.000 Essen an die Beschäftigten ausgegeben.

Ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen

Auch über die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen machen sich FM-Dienstleister Gedanken. Ihre Designexperten beschäftigen sich auch damit, wie Lärmpegel, Lichtverhältnisse oder die Schreibtischhöhe das Wohlbefinden der Mitarbeiter beeinflussen. Facility-Manager sind daher gefordert, die Büroumgebung sowie die Einzel- oder Mehrpersonenarbeitsplätze ganzheitlich zu betrachten. Vom Empfang über die Arbeits- bis zu den Besprechungsbereichen müssen solche Konzepte die Nutzer überzeugen.

Menschen suchen zunehmend nach Alternativen zum traditionellen Schreibtisch. „Sie wollen in verschiedenen Körperhaltungen arbeiten“, sagt Allan Smith, Vice President Global Marketing beim Büroausstatter Steelcase. Flexibel sein wollen auch Mitarbeiter, die nicht am Schreibtisch arbeiten. So gibt es mittlerweile auch mobile Lösungen für Gebäudereiniger. Ein mobiles Aufgabenmanagement organisiert hier neben der Aufgabenzuweisung auch die Erfassung von Arbeits-, Fahrt- oder Pausenzeiten. Leistungen, Mängel oder Schäden lassen sich ebenfalls auf dem Tablet erfassen.

Diese und weitere Beispiele, welche Folgen die Digitalisierung für FM-Dienstleister und ihre Kunden hat, zeigt das „Jahrbuch Facility Management 2019 – Mehr Unternehmenserfolg durch Facility Services“, das wie „Markt und Mittelstand“ bei Frankfurt Business Media – der F.A.Z.-Fachverlag erschienen ist. Hier können Sie das Jahrbuch bestellen.