Freitag, 22.02.2019
„Der heiße Sommer des vergangenen Jahres ließ einen deutlichen Produktivitätseinbruch spüren“, sagt Dpciware-Co-Gründer Jürgen Biffar. Deshalb gibt's am neuen Standort eine Klimaanlage.

Symbolbild: 12963734/ iStock / Getty Images Plus

„Der heiße Sommer des vergangenen Jahres ließ einen deutlichen Produktivitätseinbruch spüren“, sagt Dpciware-Co-Gründer Jürgen Biffar. Deshalb gibt's am neuen Standort eine Klimaanlage.

Technologie
Mitsprache als Mieter

Softwareunternehmen realisiert eigenen Klimaanlagen-Wunsch

Statt für die Sanierung und Modernisierung einer Bestandsimmobilie hat sich der Softwarehersteller Docuware aus Germering bei München für einen Umzug entschieden. Bei der Gestaltung des gerade entstehenden Neubaus bringt der Mittelständler seine eigenen Ideen ein.

Der Softwarehersteller Docuware zieht im kommenden Jahr mit voraussichtlich 230 Mitarbeitern in eine neue Gewerbeimmobilie ein. Auch wenn das Unternehmen nur Mieter und nicht Eigentümer sein wird, entscheidet es bei der Planung der künftigen Immobilie in bestimmten Bereichen mit. „Bei dem fertiggeplanten Gebäude können wir noch einige unserer Wünsche für Alternativen vortragen“, sagt Jürgen Biffar, Co-Founder und Board Director der Docuware Group. 

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So wird etwa auf Kosten des Mieters eine Klimaanlage eingebaut, die vom Bauherren nicht geplant war. „Bisher hatten wir in unseren Räumen keine Klimaanlage, aber der heiße Sommer des vergangenen Jahres ließ einen deutlichen Produktivitätseinbruch spüren. Deshalb wollen wir ein Kühlsystem“, sagt Biffar.

Jürgen Biffar, Co-Founder und Board Director der Docuware Group

Foto: Docuware

Jürgen Biffar, Co-Founder und Board Director der Docuware Group

Doch nicht jeder Änderungswunsch des Mittelständlers konnte realisiert werden. Eine Geothermie-Heizung, wie Biffar sie gern gehabt hätte, wird nicht umgesetzt, da bereits eine konventionelle Gasheizung per Fernleitung eingeplant ist.

Für das von Docuware gewünschte Kühlsystem kommt eine umweltfreundliche Lösung zum Einsatz. Dabei setzt Biffar auf ein Konzept, bei dem über Kanäle an den Außenwänden kaltes oder warmes Wasser zugeführt wird. Der Haken: „Das geht nur für alle Büroräume. Ob heizen oder kühlen – darauf müssen sich die Mitarbeiter firmenweit eben einigen.“

Außerdem wird es eine sogenannte Zwangsbelüftung geben. Das ist eine gesetzlich vorgegebene Anforderung im Zusammenhang mit der Dichtigkeit eines Gebäudes. Weil die Isolation der Außenwände mehr Feuchtigkeit in der Bausubstanz hervorrufen könnte, ist die Zuführung der Luft von außen durch Wärmetauscher vorgeschrieben. Zusätzlich sollen aber auch weiterhin die Fenster geöffnet werden können.