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Technologie > Kommentar

KI ersetzt Jobs: Warum Unternehmen jetzt handeln müssen

| Björn Hartmann

Viele Firmen unterschätzen KI. Wer jetzt nicht reagiert, gefährdet Jobs – und verletzt seine Fürsorgepflicht als Arbeitgeber.

KI verändert den Arbeitsmarkt. Foto: ki-generiert, chatgpt)

Es werden Aufgaben wegfallen : Zu viele Unternehmen tun so, als ob KI ihre Belegschaft nicht umkrempeln würde. 

von Björn Hartmann

 

Firmen weltweit sehen sich gerade einer neuen industriellen Revolution gegenüber: künstlicher Intelligenz. Diese Technologie wird die fundamentalen Folgen haben, wie zum Beispiel die Erfindung der Elektrizität.

Nicht jedem ist das klar, wie eine Umfrage des Ifo-Instituts zeigt. In Deutschland rechnen 27,1 Prozent der befragten Firmenlenker damit, dass KI binnen fünf Jahren Stellen einsparen wird. 5,2 Prozent gehen davon aus, dass sie unterm Strich dank neuem Geschäft zusätzliche Stellen bringt. Erstaunlich ist die dritte Zahl: 68 Prozent erwarten derzeit keine nennenswerten Folgen für die Größe der Belegschaft. Denken die, KI hätte keine Effekte? Es wäre ein großer Fehler. 

Das Tempo, mit dem sich ChatGPT, Gemini, Claude und andere im Alltag der Menschen ausbreiten, ist enorm. Und die Programme verbessern sich täglich. Im Detail absehen zu können, wie das Leben mit KI-Agenten und anderen Anwendungen in fünf Jahren aussieht, ist schwer. Sicher ist: Manager in öffentlichen Verwaltungen und Firmeneigentümer sollten sich umgehend und intensiv mit KI beschäftigen. Zu glauben, alles bleibe beim Alten, ist fahrlässig und verletzt die Fürsorgepflicht für die Mitarbeitenden. 

Die Folgen für den Arbeitsmarkt sind absehbar. Um ein Beispiel zu nennen: Zuletzt sanken die Gehälter für Programmierer – erstmals. Tech-affine Unternehmen brauchen statt zehn Codern nur noch einen, der dank generativer KI dasselbe schafft. Das bedeutet auch, dass es falsch ist, Betriebsräten und der Belegschaft eine Vollkasko-Sicherheit zu geben. Viel besser wäre, die Wahrheit zu sagen und sich vor allem um Weiterbildungsprogramme im großen Stil zu kümmern – mit sanftem Druck, sie auch anzunehmen. 

In überalternden Gesellschaften wie Deutschland überwiegen bisher die Vorteile. KI kann die Arbeit effizienter machen, Papierkram übernehmen, Produktionspläne optimieren, Daten analysieren und Personal besser einsetzen. So lässt sich mit weniger Personal mehr schaffen, was im Zuge des Fachkräftemangels gesamtwirtschaftlich eher Rettung als Bedrohung ist. 

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