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Technologie > Forschung & Innovation / Biobasierte Materialien

Schneller, besser, bio: Kunststoff aus Pflanzenresten

| Markt und Mittelstand / red. | Lesezeit: 2 Min.

Fraunhofer-Forschende entwickeln mit Caramid biobasierte Hochleistungskunststoffe – nachhaltig, digital und industrienah.

Kunststoffalternativen
Monofilamente, Schäume und Kunststoffgläser aus Caramid: biobasierte Alternativen mit Hightech-Eigenschaften. (Foto: Fraunhofer IGB)

 Markt und Mittelstand

Die Kunststoffindustrie soll Material, das auf Erdöl basiert, durch umweltfreundlichere Alternativen ersetzen.

Mehrere Fraunhofer-Institute arbeiten daran, schneller solche Stoffe zu entwickeln. Im Idealfall sind sie den klassischen sogar überlegen, wie Caramid zum Beispiel. Der Kunststoff lässt sich aus Abfällen der Zelluloseindustrie herstellen und ist seit zehn Jahren bekannt. Basis sind Terpene, die in vielen Pflanzenteilen vorkommen.

Die gemeinsame Expertise von sechs Instituten habe es jetzt ermöglicht, Caramid zu optimieren und zielgerichteter für bestimmte Anwendungen zu entwickeln, sagte Paul Stockmann vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik. Das Material lässt sich vielfältig einsetzen: von Zahnrädern im Maschinenbau über Sicherheitsglas, Leichtbaupaneele, Schäume und Schutztextilien bis zu chirurgischem Nahtmaterial.

Den Forschern gelang es auch, das Caramide in größerem Umfang herzustellen. Jetzt soll ein Demonstrator gebaut werden, um zu sehen, wie sie sich im industriellen Maßstab synthetisieren lassen.

Quelle: Fraunhofer-Institut

Faktenbox

  • Projektname: SUBI²MA – „Sustainable Biobased and Biohybrid Materials“

  • Beteiligte: Sechs Fraunhofer-Institute (IGB, IAP, IWM, ITWM, LBF, ICT)

  • Ziel: Schnellere Entwicklung von biobasierten und biohybriden Materialien mit verbesserten Funktionalitäten
  • Schwerpunkte:
    • Entwicklung neuer biobasierter Hochleistungspolymere

    • Biohybride Materialien mit funktionalen Biomolekülen

    • Digitale Fast-Track-Entwicklung zur Beschleunigung von Materialdesign

  • Anwendungen:
    • Zahnräder
    • Schutztextilien
    • medizinische Nähte
    • Leichtbau
    • Schäume
    • Kunststoffgläser

Der Beitrag erschien in der November-Ausgabe von Markt und Mittelstand 2025

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