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Technologie > Mobilität & Verkehr

Magnetschwebebahn für Berlin? Verkehrssenatorin bringt Vision 2035 ins Spiel

| Markt und Mittelstand Redaktion

Berlin erwägt die Magnetschwebebahn: Flughafen-Express, Güterverkehr und Ringlinie könnten Teil der Mobilitätsstrategie 2035 werden.

Futuristisches Modell Magnetschwebebahn am Flughafen Berlin
KI-generierte Vision einer Magnetschwebebahn für Berlin: Wie realistisch sind die Ankündigungen zur Mobilitätsstrategie 2035?

In der Berliner Verkehrspolitik zeichnet sich ein neuer Streitpunkt ab: Eine Magnetschwebebahn könnte künftig Teil des Mobilitätskonzepts der Hauptstadt werden. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) kündigte an, im Herbst eine Zukunftsstrategie für das Jahr 2035 vorzulegen – mit offenem Blick für neue Technologien. Die Bahn fahre autonom, sei leise und im Bau wie im Betrieb günstiger als klassische Systeme. Damit könnte sie eine Alternative zu U-Bahn und Straßenbahn darstellen. 

„Ich werde im Herbst ein Papier vorstel­len, wie für mich die Mobili­tät in Berlin in 2035 ausse­hen soll. Ich finde, dass wir offen für jede Techno­lo­gie sein müssen. Das gilt auch für die Magnet­schwe­be­bahn“, sagte Bonde der Deutschen Presse-Agentur. 

 

Flughafen-Express und Güterzug der Zukunft?

Bode denkt über einen zusätzlichen Ring zwischen S-Bahn und Landesgrenze nach – mit Zubringerlinien ins Stadtinnere. Außerdem bringt sie eine Verbindung vom ICC im Westen zum Flughafen BER ins Spiel. Entlang der Autobahntrasse könnten Träger errichtet werden, wodurch zusätzlicher Flächenverbrauch gering bliebe. Sogar das Einchecken oder die Gepäckaufgabe in der Innenstadt hält Bonde für denkbar. Damit wäre die Magnetschwebebahn nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern Teil einer umfassenden Flughafenlogistik.

Die Senatorin denkt zudem über den klassischen Personentransport hinaus. Eine Magnetschwebebahn könne auch für den Güterverkehr genutzt werden. Vor allem die Logistikzentren rund um Berlin in Brandenburg könnten profitieren: Statt mit schweren 40-Tonnern in die Stadt zu fahren, könnten Waren künftig per Magnetschwebebahn verteilt werden. Damit würde die Hauptstadt nicht nur verkehrlich entlastet, sondern auch ökologisch gewinnen.

 

Zwischen Vision und Vergangenheit

Die Idee ist nicht neu. Schon 2021 präsentierte der damalige CDU-Landeschef und heutige Regierende Bürgermeister Kai Wegner die Magnetschwebebahn als Wahlkampfthema. Zwei Jahre später stellte die schwarz-rote Koalition im Abgeordnetenhaus 80 Millionen Euro für eine Teststrecke bereit. Doch das Projekt geriet ins Stocken: Eine Machbarkeitsstudie wurde nicht vergeben, eine eingesetzte Arbeitsgruppe fand keine geeignete Route, und auch der VBB legte keine Untersuchung vor.

 

Neue Chancen durch die Bundespolitik

Trotz der Rückschläge sieht Bonde heute größere Chancen. Die Magnetschwebebahn ist inzwischen im Koalitionsvertrag von Union und SPD auf Bundesebene verankert. Dadurch wird sie beim Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gleichberechtigt mit anderen Verkehrsträgern geprüft. Eine erste Studie wäre damit möglich – und könnte den Weg ebnen, um die alte Zukunftsvision wieder auf die politische Agenda zu setzen.

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