Freitag, 30.11.2012
Energiewende

37 Milliarden Euro für den Klimaschutz

Mindestens 1,5 Prozent des deutschen Bruttoinlandproduktes wurde 2010 in Klimaschutzmaßnahmen investiert. Besonders private Investoren engagierten sich.

Mit 37 Milliarden Euro flossen rund 1,5 Prozent des deutschen Bruttoinlandproduktes in Klimaschutzmaßnahmen. Allein 22 Milliarden Euro entfielen auf Unternehmen. Investitionen kamen aus allen Wirtschaftsbereichen, von Landwirtschaft, Energieunternehmen, Industrie bis zum Dienstleistungssektor.

Eine aktuelle Studie der „Climate Policy Initiative“ zeigt, dass staatliche Anreizprogramme eine zentrale Rolle bei der Klimafinanzierung spielen. Die Climate Policy Initiative (CPI) ist ein internationaler Think Tank mit Hauptsitz in San Fransisco, der sich mit Beratung und Analyse zur Wirksamkeit von Politikinstrumenten befasst. Rund die Hälfte des privaten Kapitals für die Klimafinanzierung sei duch zinsvergünstige Darlehen öffentlicher Banken unterstützt worden, ist ein weiteres Ergebnis der Studie. Insgesamt habe die öffentliche Hand die Kredite mit rund einer Milliarde Euro bezuschusst.

Da nicht alle für die Energiewende nötigen Investitionen aus öffentlichen Töpfen kommen können, bewerten die Experten von CPI es als „ermutigendes Signal, wenn ein Großteil der Investitionen bereits jetzt aus privater Hand kommt“.

Verwendet wurden die Investitionen in Erneuerbare Energien besonders für Kleinanlagen, wie etwa Photovoltaikanlagen. Mit 26,6 Milliarden Euro wurden für solche Anlagen rund zwei Drittel der Gelder ausgegeben. Die Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen beliefen sich auf 7,2 Milliarden Euro.

Kritisch merken die Studienautoren Mängel in der Erfassung und Veröffentlichung von Klimafinanzdaten an. Von Seiten des CPI heißt es: „Zum Beispiel ist der Investitionsbedarf zur Erreichung der deutschen Klima- und Energieziele bisher unklar und somit ist es derzeit nicht möglich festzustellen, ob das bisherige Investitionsniveau ausreichend ist.“